23 March 2026, 00:21

Frau am Tübinger Hauptbahnhof bespuckt und beleidigt – Polizei sucht Zeugen

Eine Frau mit Gesichtsmaske sitzt in einem Zug, hält ein Mobiltelefon und eine Tasche und hat eine Tür links von ihr.

Frau am Tübinger Hauptbahnhof bespuckt und beleidigt – Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagabend wurde eine 20-jährige Frau am Hauptbahnhof Tübingen bespuckt und verbal beleidigt. Die Polizei fahndet nun nach einem groß gewachsenen Mann mit auffälligem Erscheinungsbild, der sich vor Eintreffen der Beamten vom Tatort entfernte.

Der Vorfall ereignete sich gegen 17:25 Uhr auf Gleis 5. Bisher konnte der Verdächtige nicht ermittelt werden – die Behörden rufen Zeugen auf, sich zu melden.

Die Geschädigte erstattete kurz nach dem Angriff Anzeige. Sie beschrieb den Täter als etwa 1,90 Meter großen Mann mit ungepflegtem Äußeren, vollem Bart und zerrissener Kleidung. Die Polizei bestätigte, dass die Frau auf Gleis 5 zunächst beschimpft und anschließend angespuckt wurde.

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Bisher gab es keine Festnahme, da der Mann flüchtete, bevor die Beamten eintrafen. Die Bundespolizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer +49 711 / 87035-0 beim Bundespolizeiinspektion Stuttgart.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie gewalttätiger Auseinandersetzungen an deutschen Bahnhöfen im vergangenen Jahr ein. Allein in Sachsen-Anhalt wurden 2025 insgesamt 15.875 Straftaten an Bahnhöfen registriert, wobei Halle einen Anstieg um 18,3 Prozent verzeichnete. Zu den jüngsten Fällen zählen ein betrunkener Schwarzfahrer, der im März 2026 ICE-Mitarbeiter angriff, sowie eine waffenbezogene Schlägerei am Dresdner Hauptbahnhof wenige Tage später. Allerdings gibt es keine bundesweiten Statistiken darüber, wie viele dieser Fälle bisher aufgeklärt wurden.

Die Ermittlungen dauern an, wobei die Polizei auf Zeugenaussagen angewiesen ist, um den Täter zu identifizieren. Wer den Mann gesehen hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich zu melden.

Der Angriff verstärkt die Sorgen über die zunehmende Gewalt an Bahnhöfen in ganz Deutschland, auch wenn unklar bleibt, wie viele Fälle tatsächlich aufgeklärt wurden.

Quelle