24 March 2026, 02:22

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Legenden und Halloween aufeinandertreffen

Offenes Buch mit einer Straßenszene-Illustration, die ein Gebäude, einen Baum, einen Pfahl, einen Müllcontainer und eine wandmontierte Tafel zeigt, auf einem mit einer dicken Schicht Blut bedeckten Boden.

Frauenpfahl am Bodensee: Wo grausame Legenden und Halloween aufeinandertreffen

Ein ruhiger Ort am Bodensee birgt eine dunkle Vergangenheit

Der Frauenpfahl bei Konstanz war einst Schauplatz grausamer Hinrichtungen, bei denen Frauen, die des Diebstahls oder Ehebruchs beschuldigt wurden, durch Ertränken ihr Leben verloren. Heute dient der Ort als Mahnmal – und als schauriger Halt auf den Halloween-Touren der Region.

Vor Jahrhunderten erlebten hier verurteilte Frauen ein schreckliches Ende. Manche wurden in Säcke eingenäht, oft zusammen mit Tieren, bevor man sie in den See warf. Ein dokumentierter Fall ist der der Apollonia, einer Diebin, die am 9. November 1532 am Frauenpfahl hingerichtet wurde.

Eine lokale Legende erzählt von einer anderen Frau, bekannt als Nonne, die versucht haben soll, mit ihrem Baby über den See zu schwimmen. Zum Tode verurteilt, wurde sie verschont, als die Glocken des Reichenauer Münsters läuteten. In Allensbach freigelassen, gab ihre Geschichte den nahen Gewässern ihren Namen: Gnadensee.

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Heute ist der Frauenpfahl Teil eines größeren Halloween-Erlebnisses in Konstanz. Besucher können an abendlichen Führungen entlang der Ufer teilnehmen, bei denen Guides von der düsteren Geschichte des Ortes berichten. Die Route führt oft am Konstanzer Münster und der Blumeninsel Mainau vorbei, die zur Jahreszeit unheimlich beleuchtet sind.

Nach der Tour wärmen sich viele in einem gemütlichen Café in Konstanz auf. Die Veranstalter raten zu warmer Kleidung und einer Taschenlampe für den Spaziergang am See.

Der Frauenpfahl bleibt eine gespenstische Erinnerung an vergangenes Unrecht. Als Teil der Konstanzer Halloween-Veranstaltungen zieht er Besucher an, die sich für seine Geschichte interessieren. Das Mahnmal sorgt dafür, dass die Schicksale der hier Hingerichteten nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle