10 April 2026, 22:21

Friedland registriert 2025 nur noch 4.238 Spätaussiedler – ein historischer Tiefstand

Alter Umschlag mit einem deutschen Stempel von 1909, frankiert "Österreich - Deutschland - Cover nach Deutschland - 7. August 1909".

Friedland registriert 2025 nur noch 4.238 Spätaussiedler – ein historischer Tiefstand

Friedland, Deutschlands zentrales Durchgangslager für Spätaussiedler, verzeichnete 2025 insgesamt 4.238 Neuankömmlinge. Unter ihnen waren 1.079 Menschen aus Kasachstan – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Jahrzehnten. Die Einrichtung bleibt für viele der erste Anlaufpunkt, um Anerkennung zu erhalten und Unterstützung bei der Integration in Deutschland zu bekommen.

In den 1990er-Jahren und zu Beginn der 2000er wanderten jährlich Zehntausende kasachische Spätaussiedler nach Deutschland ein. Die jährlichen Registrierungen lagen damals bei über 38.000. Doch bis 2010 sank die Zahl auf nur noch 508.

Der Rückgang setzte sich in den vergangenen 15 Jahren fort. 2025 wurden nur noch wenige Tausend Anträge aus Kasachstan verzeichnet. Daneben registrierte Friedland 2.562 Personen aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan.

Im vergangenen Jahr prüften die Behörden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler. Davon wurden lediglich 3.700 bewilligt. Zu den Aufgaben Friedlands gehören die Erstaufnahme sowie die Einleitung von Integrationsmaßnahmen für diejenigen, die den Status erhalten.

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Die Zahlen von 2025 bestätigen den langfristigen Rückgang kasachischer Spätaussiedler in Deutschland. Gleichzeitig spiegeln die Aufnahmezahlen in Friedland einen breiteren Wandel der Migrationsströme wider. Das Lager bleibt weiterhin der zentrale Ankunftsort für diejenigen, die im Rahmen der deutschen Aussiedlerpolitik anerkannt werden.

Quelle