24 March 2026, 01:13

Gäubahn ab 2026 ohne Direktanbindung an Stuttgarter Hauptbahnhof

Außenansicht des Universitätsgebäudes Stuttgart mit einem Baum davor, umgeben von Gras, trockenen Blättern, Pflanzen und einem Geländer, mit Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Gäubahn ab 2026 ohne Direktanbindung an Stuttgarter Hauptbahnhof

Ab dem Frühjahr 2026 wird die Gäubahn nicht mehr direkt an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden sein. Bauarbeiten im Rahmen des Projekts Stuttgart 21 unterbrechen die Strecke, sodass Fahrgäste jahrelang auf Ausweichverbindungen angewiesen sein werden. Rechtliche Versuche, die Änderungen zu stoppen, scheiterten kürzlich vor Gericht.

Das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg (VGH) wies einen Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zurück. Die Organisation hatte gefordert, die Bauarbeiten an der Gäubahn-Strecke bis zu einer Entscheidung über ihren Antrag auf teilweise Rücknahme der Projektgenehmigung auszusetzen. Das Gericht urteilte, die DUH habe keine stichhaltigen Gründe für eine Aufhebung vorgebracht – es ist bereits der zweite gescheiterte juristische Vorstoß der Umweltschützer in diesem Jahr. Ein ähnlicher Antrag war bereits im Februar vom Verwaltungsgericht Stuttgart abgewiesen worden.

Die Trennung der Gäubahn vom Stuttgarter Hauptbahnhof verzögert sich nun mindestens bis 2028 – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Die Strecke bleibt bis zur Fertigstellung des Pfaffensteigtunnels voraussichtlich 2032 unterbrochen, was eine vierjährige Lücke ohne Direktverbindungen bedeutet. In dieser Zeit müssen Reisende am Bahnhof Stuttgart-Vaihingen umsteigen. Als Ausgleich wird die S-Bahn nach Horb verlängert, und vier zusätzliche S-Bahn-Züge pro Stunde sollen die Umstellung erleichtern.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bis die neue unterirdische Station voll funktionsfähig ist, sind Pendler auf Regionalzüge oder S-Bahn-Verbindungen angewiesen. Die Einschränkungen sind Teil des umstrittenen Großprojekts Stuttgart 21, das trotz anhaltender Kritik von Umweltverbänden weiter vorangetrieben wird.

Mit der Gerichtsentscheidung ist der Weg für die Fortsetzung der Bauarbeiten frei. Fahrgäste der Gäubahn müssen sich jedoch auf Jahre mit Umwegen und Umstiegen einstellen, bis die Strecke wieder an den Stuttgarter Hauptbahnhof angebunden wird. Die verlängerte Bauzeit bedeutet, dass die Ersatzverkehre voraussichtlich bis Anfang der 2030er-Jahre aufrechterhalten werden müssen.

Quelle