21 April 2026, 00:29

GEMA-Reform bedroht Komponisteneinnahmen – Ruzicka zieht vor Kartellamt

Plakatankündigung eines Konzerts in München, Deutschland, mit Text, der das Ereignis und seine Bedeutung beschreibt.

GEMA-Reform bedroht Komponisteneinnahmen – Ruzicka zieht vor Kartellamt

Der Komponist und ehemalige GEMA-Präsident Peter Ruzicka geht rechtlich gegen die deutsche Musikverwertungsgesellschaft vor. Er wirft ihr vor, dass die geplanten Reformen die Einnahmen von Komponisten zerstören und die ernste Musik untergraben würden.

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Im Mittelpunkt des Streits steht der Vorschlag "Die neue Kulturförderung", über den im Mai 2026 abgestimmt werden soll. Ruzicka hat beim Bundeskartellamt eine formelle Beschwerde eingereicht. Seine Argumentation: GEMA verstoße als marktbeherrschendes Unternehmen mit den geplanten Änderungen gegen Antidiskriminierungsgesetze. Mit seiner Klage will er die Reform vor der Abstimmung am 6. und 7. Mai 2026 stoppen.

Kern des Konflikts ist die geplante Abschaffung des GEMA-Bewertungssystems für Komponisten. Ruzicka warnt, dass dies ihre Tantiemen um bis zu 70 Prozent kürzen würde. Zudem befürchtet er, dass geringere Einnahmen junge Komponisten daran hindern könnten, das Stimmrecht zu erlangen – was ihre Position weiter schwächen würde.

Die Reform bezeichnet er als irreparabel und ohne ausreichende Begründung. Aus seiner Sicht stellen die Änderungen eine existenzielle Bedrohung für die ernste Musik dar und seien ein "vernichtender Schlag" für die Branche. Das Ergebnis von Ruzickas Klage könnte die Zukunft der Komponisteneinnahmen in Deutschland prägen. Sollte die Reform umgesetzt werden, drohen vielen drastische Einkommenseinbußen. Das Bundeskartellamt wird nun prüfen, ob GEMA mit seinen Plänen gegen Wettbewerbsregeln verstößt.

Quelle