Gipsabbau in Altertheim: Behörden sehen Risiko als tragbar – unter strengen Auflagen
Marijan MangoldGipsabbau in Altertheim: Behörden sehen Risiko als tragbar – unter strengen Auflagen
Die Regierung von Unterfranken hat die Pläne des Konzerns Knauf zum Gipsabbau in Altertheim geprüft. Das Gebiet ist von entscheidender Bedeutung für die Trinkwasserversorgung von Würzburg und den umliegenden Gemeinden. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass das Vorhaben ein tragbares Risiko birgt – vorausgesetzt, es werden strenge Auflagen eingehalten.
Knauf plant, über die nächsten 50 Jahre hinweg jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Das Unternehmen begrüßte die Einschätzung der Regierung und versprach, als verantwortungsvoller Partner in der Region zu agieren. Sollten sich jedoch die Grundwasserstände verringern, müsste der Abbau umgehend eingestellt werden.
Im Rahmen des Planungsverfahrens wurden 79 Behörden angehört. Zudem wurden über 4.300 Einwendungen von Anwohnern geprüft. Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte darüber hinaus mehr als 5.600 Unterschriften.
Patrick Friedl von den Grünen kritisierte die Risikobewertung scharf. Seiner Meinung nach werde die Gefahr für das Trinkwasser unterschätzt. Die endgültige Genehmigung liegt nun bei der Bergbehörde Nordbayern, die bis Jahresende entscheiden soll.
Die Zukunft des Projekts hängt davon ab, ob alle Auflagen erfüllt werden. Die Bergbehörde wird ihr Urteil noch vor Ende 2023 fällen. Bei einer Genehmigung würde Knauf die Förderung unter strenger Aufsicht durchführen, um die lokalen Wasserressourcen zu schützen.
