Grüne fordern dringende Reform der deutschen Nachrichtendienste – "Rechtliche Grundlage fehlt"
Carolina LangeGrüne fordern dringende Reform der deutschen Nachrichtendienste – "Rechtliche Grundlage fehlt"
Ein führender Politiker der Grünen hat die Bundesregierung aufgefordert, die längst überfälligen Reformen der deutschen Nachrichtendienste endlich zu beschleunigen. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag, warnte, dass die Verzögerungen wichtige Sicherheitsbehörden ohne eine angemessene rechtliche Grundlage für ihre Arbeit zurückließen.
In seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKGr) betonte von Notz, dass dringend moderne, verfassungskonforme Gesetze benötigt würden. Ein leistungsfähiger Auslandsnachrichtendienst bleibe für die nationale Sicherheit Deutschlands unverzichtbar, so der Politiker.
Bisher habe das Parlament jedoch noch keine konkreten Vorschläge für eine Aktualisierung des BND-Gesetzes oder des Gesetzes über den Verfassungsschutz (BfV) erhalten, kritisierte von Notz. Er warf der Regierung vor, es versäumt zu haben, klare politische Vorgaben zu machen oder die Behörden ausreichend zu unterstützen.
Die Äußerungen des Abgeordneten spiegeln eine wachsende Frustration über den Stillstand bei der Reform der Nachrichtendienstaufsicht wider. Ohne aktualisierte rechtliche Rahmenbedingungen drohten die Behörden mit veralteten Regelungen zu arbeiten, die den aktuellen Bedrohungen nicht mehr gerecht würden, warnte von Notz.
Sein Appell setzt die Regierung unter Handlungsdruck. Ohne zügige Reformen könnten die deutschen Nachrichtendienste weiterhin unter rechtlicher Unsicherheit operieren. Da es bisher keine Entwürfe für Änderungen am BND- und BfV-Gesetz gibt, sind weitere Verzögerungen wahrscheinlich – es sei denn, es werden bald neue Initiativen ergriffen.






