07 May 2026, 12:27

Herrenknecht-Chef zerpflückt deutsche Bürokratie als Innovationsbremse und warnt vor Niedergang

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines zerfallenden Tunnels in den Berliner Mauerruinen, mit Schutt auf dem Boden und einem Licht am Ende.

Herrenknecht-Chef zerpflückt deutsche Bürokratie als Innovationsbremse und warnt vor Niedergang

Martin Herrenknecht, Vorstandsvorsitzender der Herrenknecht AG, hat die deutsche Bürokratie scharf kritisiert und sie als großes Hindernis für Fortschritt bezeichnet. Der Chef des weltweit führenden Herstellers von Tunnelbohrmaschinen warnte, dass das Land wirtschaftlichen Niedergang riskiere, wenn nicht dringend Reformen umgesetzt würden. Seine Äußerungen folgen auf jahrelange Verzögerungen bei zentralen Infrastrukturprojekten.

Herrenknecht, dessen Unternehmen weltweit rund 5.500 Mitarbeiter beschäftigt, beschrieb Deutschland als in einem Dornröschen-Schlaf gefangen. Er behauptete, dass übermäßige Regulierung ihn heute daran hindern würde, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Der Vorstandsvorsitzende kritisierte zudem gesellschaftliche Einstellungen und bezeichnete die Deutschen als eine Nation von Weicheiern mit überzogenen Ansprüchen.

Ein Logistikzentrum in Baden-Württemberg steckt seit dreieinhalb Jahren in der Planungsphase fest, während ein ähnliches Projekt in Chennai, Indien, bereits nach nur drei Monaten genehmigt wurde. Das in Schwanau ansässige Unternehmen Herrenknecht spielte eine Schlüsselrolle bei großen europäischen Vorhaben wie dem Gotthard-Basistunnel, dem Brenner-Basistunnel und Stuttgart 21.

Er warnte, dass Deutschland ohne radikale Veränderungen direkt gegen die Wand fahre. Seine Aussagen spiegeln die wachsende Frustration unter Wirtschaftsführern über die zähen Genehmigungsverfahren im Land wider.

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Die Herrenknecht AG bleibt eine dominierende Kraft auf dem Markt für Tunnelbohrmaschinen und trägt zu einigen der größten Infrastrukturprojekte Europas bei. Doch die Warnungen des Vorstandsvorsitzenden unterstreichen tiefe Sorgen über Deutschlands Fähigkeit, global konkurrenzfähig zu bleiben. Verzögerungen in der Planung und überbordende Bürokratie behindern weiterhin die Entwicklung und werfen Fragen über künftige Investitionen auf.

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