IKEA setzt auf Mini-Filialen: Warum der Möbelriese jetzt kleiner denkt
Carolina LangeIKEA setzt auf Mini-Filialen: Warum der Möbelriese jetzt kleiner denkt
IKEA ändert seine Strategie und eröffnet in ganz Deutschland kleinere Filialen. Die erste dieser neuen Standorte hat bereits in Ingolstadt, Bayern, ihre Türen geöffnet. Das Unternehmen plant zunächst 20 dieser kompakteren Läden zu eröffnen, weitere sollen folgen.
Der Wandel kommt, da der Möbelriese auf einen langsameren Markt reagiert und neue Absatzmöglichkeiten erkundet. Klassische IKEA-Einrichtungshäuser umfassen etwa 35.000 Quadratmeter, während das neue Format im Schnitt nur 2.950 Quadratmeter groß ist. Die kleineren Filialen dienen vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, wobei die meisten Produkte online bestellt und nach Hause geliefert werden.
Kunden finden dort rund 2.650 Artikel, die sie direkt mitnehmen können, sowie 1.000 Ausstellungsstücke, die bestellbar sind. Das ist deutlich weniger als die über 10.000 Produkte, die in einem herkömmlichen IKEA-Haus lagern. Peter Jelkeby, Deutschland-Chef von IKEA, bestätigte, dass das Unternehmen künftig auf dieses kleinere Format setzen werde.
Allein in Deutschland belaufen sich die Online-Umsätze bereits auf fast 1,5 Milliarden Euro – das entspricht einem Viertel des gesamten Umsatzes des Händlers. Mit dem neuen Konzept kann IKEA auch Standorte erschließen, an denen große Einrichtungshäuser weder praktikabel noch rentabel wären.
Die erste Filiale im kleinen Format ist nun eröffnet, weitere sollen bundesweit folgen. Diese kompakteren Standorte bieten ein strafferes Einkaufserlebnis mit weniger vorrätigen Artikeln und einem stärkeren Fokus auf Online-Bestellungen. Die Umstellung spiegelt IKEAs Bemühungen wider, sich an veränderte Kundengewohnheiten und Marktbedingungen anzupassen.
