K+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökoenergie versorgt
Carolina LangeK+S setzt auf Windstrom: Werra-Werk wird direkt mit Ökoenergie versorgt
K+S schließt Direktliefervertrag mit MPC Capital: Werra-Werk wird mit Windstrom versorgt
Der Düngemittelhersteller K+S hat mit der Investmentgesellschaft MPC Capital einen direkten Liefervertrag für Windenergie abgeschlossen, um sein Werra-Verbundwerk mit Ökostrom zu versorgen. Die Vereinbarung – eine der ersten ihrer Art in Deutschland – sieht vor, dass ab August zwei Windkraftanlagen den Standort direkt mit Strom beliefern. Damit unterstützt das Unternehmen sein Ziel, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Die beiden von MPC Capital betriebenen Anlagen stehen nördlich von Philippsthal an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Gemeinsam erzeugen sie eine Leistung von 11,4 Megawatt. Der Windstrom fließt direkt in die Produktion von Düngemitteln und anderen K+S-Produkten am Standort Werra ein.
Für den Anschluss der Windkraftanlagen an das Werk investierte K+S einen mittleren sechsstelligen Betrag. Die technischen Arbeiten waren innerhalb weniger Wochen abgeschlossen. Durch den direkten Stromeinkauf kann das Unternehmen langfristige Energiepreise sichern und Netzentgelte umgehen.
„Die direkte Anbindung an den Windpark passt perfekt zu unserer Klimastrategie“, erklärte Dr. Jens Christian Keuthen, Vorstandsmitglied von K+S. Zudem entlaste die Lösung das lokale Stromnetz im Werra-Tal, da die Anlagen effizienter genutzt würden.
Für K+S ist der Vertrag ein Novum: Bisher gab es keine standardisierte Vorlage für solche Direktlieferverträge. Durch die Versorgung eines Teils seines Kalibergswerks mit erneuerbarer Energie reduziert das Unternehmen seine Abhängigkeit vom öffentlichen Netz. Das Projekt setzt damit neue Maßstäbe für die industrielle Energiebeschaffung in Deutschland.
