24 March 2026, 22:23

Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt

Deutsches Weltkriegs-Propagandaplakat, das zwei Männer mit Schutzbrille bei der Arbeit an Metall zeigt, mit der Aufschrift "Helfer, nimm auch die Schutzbrille" oben.

Kleines Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch keine Gefahr für Mensch und Umwelt

Am 10. März 2026 wurde im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg ein geringfügiges Leck entdeckt. Betroffen waren zwei korrodierte Rohrverbindungen an einem Wassertank, doch Behörden bestätigten, dass von dem Vorfall keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt ausging.

Die Betreiber erkannten das Problem während routinemäßiger Kontrollen in der abgeschalteten Anlage. Die ausgetretene Flüssigkeit gelangte über einen Bodenablauf in ein vorgesehene System für radioaktive Abwässer, sodass eine weitere Kontamination ausgeschlossen wurde. Später wurden unter der Leckage Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, die jedoch unbedenklich waren.

Das Leck konnte umgehend durch das Anbringen von Schellen abgedichtet werden. Nach deutschen Vorschriften wurde der Vorfall als Kategorie N (Meldepflichtiges Ereignis) eingestuft und mit der INES-Bewertung 0 klassifiziert – was bedeutet, dass er keine sicherheitstechnische Bedeutung hatte. Die Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) ordnet Vorfälle von Stufe 1 (Störfall) bis Stufe 7 (schwerer Unfall) ein, wobei 0 auf eine sehr geringe Relevanz hinweist.

Die Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) schreibt vor, dass alle kerntechnischen Anlagen solche Vorkommnisse nach bundeseinheitlichen Kriterien melden müssen. Obwohl keine akute Gefahr bestand, sind nun Pläne für einen zukünftigen Austausch des betroffenen Wassertanks in Vorbereitung.

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Der Vorfall in Philippsburg bleibt nach nationalen und internationalen Maßstäben als risikoarm eingestuft. Der Betreiber der Anlage handelte nach Standardverfahren, um das Problem zu beheben, und stellte sicher, dass weder Mitarbeiter noch die umliegende Bevölkerung zu Schaden kamen. Eine dauerhafte Lösung sieht den Austausch des beschädigten Tanks in absehbarer Zeit vor.

Quelle