17 March 2026, 02:18

Kretschmann stärkt deutsch-französische Zusammenarbeit auf seiner zehnten Auslandsreise

Alte Karte des Königreichs Frankreich und Deutschland mit sichtbaren Grenzen, auf Papier gedruckt mit zusätzlichem Text.

Kretschmann stärkt deutsch-französische Zusammenarbeit auf seiner zehnten Auslandsreise

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich erneut auf eine offizielle Reise nach Frankreich und in die Schweiz begeben. Es handelt sich bereits um seinen zehnten Besuch in der Schweiz und den neunten in Frankreich seit fast 15 Jahren im Amt. Diesmal stehen die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen, die wissenschaftliche Zusammenarbeit und das kulturelle Gedenken im Mittelpunkt.

Auf dem Programm des Ministerpräsidenten stehen Treffen mit regionalen Politikern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. In der französischen Region Grand Est besuchte Kretschmann das Europäische Zentrum für Quantenforschung an der Universität Straßburg. Themen der Gespräche sind zudem Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Fortschritte in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie.

Die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Frankreich erstreckt sich über etwa 180 Kilometer. Die Schweiz bleibt das zweitwichtigste Handelspartnerland Baden-Württembergs, während Frankreich im Jahr 2024 Waren im Wert von fast 18 Milliarden Euro aus der Region importierte. Rund 60.000 Pendler aus Baden-Württemberg überqueren täglich die Grenze in die Schweiz, um dort zu arbeiten.

Ein Besuch der Gedenkstätte Hartmannswillerkopf im Elsass ist ebenfalls geplant. Kretschmann betont seit Langem die Bedeutung von Freundschaft und Erinnerung – besonders in einer Zeit, in der die internationale Zusammenarbeit vor wachsenden Herausforderungen steht. Er argumentiert, dass die globale Wettbewerbsfähigkeit von einer engeren deutsch-französischen Kooperation abhängt.

Unklar ist, ob dies seine letzte Auslandsreise als Regierungschef sein wird. Weitere Besuche nach der Landtagswahl im März 2026 sind nicht ausgeschlossen.

Die Reise unterstreicht die langjährigen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Verbindungen Baden-Württembergs zu seinen Nachbarländern. Mit Handelsvolumina in Milliardenhöhe und täglichem grenzüberschreitendem Austausch setzt das Land weiterhin auf Zusammenarbeit. Kretschmanns Agenda zeigt, wie wichtig gemeinsame Forschung, Verteidigungsprojekte und das kulturelle Gedächtnis sind.

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