08 May 2026, 14:27

Krisenbonus von 1.000 Euro scheitert am Widerstand der Bundesländer

Deutsche 100-Pfennig-Banknote mit Abbildung eines Mannes, schwarzem Hintergrund und Text.

Krisenbonus von 1.000 Euro scheitert am Widerstand der Bundesländer

Geplanter Krisenbonus in Deutschland scheitert an Widerstand der Länder

Die geplante Krisenprämie der Bundesregierung ist auf massive Hindernisse gestoßen, nachdem die Mehrheit der Bundesländer den Vorschlag abgelehnt hat. Das Vorhaben, das Arbeitnehmern eine steuerfreie Zahlung von bis zu 1.000 Euro gewähren sollte, war dazu gedacht, die finanziellen Belastungen durch den Krieg im Iran abzufedern. Doch der Widerstand der Landesregierungen gefährdet nun die Umsetzung.

Die amtierende Mitte-links-Koalition hatte den Krisenbonus eingeführt, um Beschäftigte bei steigenden Lebenshaltungskosten zu entlasten. Arbeitgeber hätten die Prämie bis Juni 2027 steuer- und abgabenfrei auszahlen können. Allerdings wurden die Länder bei der Planung nicht einbezogen – obwohl sie einen Großteil der Kosten tragen sollten.

Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel warnte, das Vorhaben würde zu Mindereinnahmen von 2,8 Milliarden Euro führen. Zwei Drittel dieser Belastung träfen die Länder, während die Kommunen mit Ausfällen in Höhe von 700 Millionen Euro rechnen müssten. Die Bundesregierung lehnte es zudem ab, die finanziellen Einbußen der Gemeinden auszugleichen.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, kritisierte die Prämie als ungerecht. Sie argumentierte, die Zahlung komme nur wenigen Beschäftigten zugute, während viele andere leer ausgingen. Stattdessen forderte sie umfassende Steuerreformen, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten.

Da sich die meisten Länder gegen den Plan aussprechen, muss die Bundesregierung nun den Vermittlungsausschuss einschalten. Nur mit einem Kompromiss mit den Landesregierungen kann der Krisenbonus noch gerettet werden.

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Krisenbonus bleibt in der Schwebe Nach der breiten Ablehnung durch die Bundesländer steht die geplante steuerfreie Zahlung von 1.000 Euro für Arbeitnehmer auf der Kippe. Ohne eine Einigung könnte die Prämie niemals in Kraft treten. Der Vermittlungsausschuss wird nun entscheiden, ob eine überarbeitete Fassung des Vorhabens doch noch Zustimmung findet.

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