13 March 2026, 20:31

Lörrach setzt Bau-Beschleunigungsgesetz schneller um als andere Städte

Ein großes Gebäude mit einer grünen Wand an seiner Seite, umgeben von Straßenmasten, Straßenlaternen, Verkehrspfosten, Verkehrsampeln, Kraftfahrzeugen, Fußgängern, Bäumen und einem bewölkten Himmel, als Teil des Green Building Project.

Lörrach setzt Bau-Beschleunigungsgesetz schneller um als andere Städte

Deutschlands neues Bau-Beschleunigungsgesetz: Lörrach setzt auf zügige Umsetzung

Mit dem neuen Bau-Beschleunigungsgesetz will die Bundesregierung den Wohnungsbau in Regionen mit akutem Mangel beschleunigen. Während viele Kommunen noch an ihren Plänen arbeiten, geht die Stadt Lörrach bereits konkrete Schritte, um die Regelungen umzusetzen. Aktuelle Zahlen, wie viele Städte und Gemeinden bis März 2026 konkrete Anträge eingereicht haben, liegen jedoch noch nicht vor.

Das Gesetz ermöglicht es lokalen Behörden, bestimmte Bauvorschriften zu umgehen, um schneller Wohnraum zu schaffen. Dennoch müssen auch beschleunigte Projekte zentrale Auflagen erfüllen: Sie müssen sich in die städtische Entwicklungsplanung einfügen, die Interessen der Anwohner wahren und dem Gemeinwohl dienen. Vorrangig profitieren sollen Wohn- und Mischgebiete mit guter Verkehrsanbindung und einer durchdachten städtischen Gestaltung.

Lörrach erarbeitet derzeit strategische Leitlinien für die Umsetzung des Gesetzes. Der Stadtrat will diese noch vor der Sommerpause verabschieden. Im Rahmen der "Wohnraumoffensive 2035" setzt die Stadt dabei auf Nachverdichtung – also die Schließung von Baulücken in bestehenden Vierteln statt auf Flächenausweisungen am Stadtrand.

Um Qualität zu sichern, plant Lörrach strenge Standards: Dazu zählen Quoten für bezahlbaren Wohnraum, Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung sowie eine ausgewogene Stadtplanung, die Wohnen, Grünflächen und Mobilität verzahnt.

Der Ansatz der Stadt zeigt, wie das Beschleunigungsgesetz genutzt werden kann, um den Wohnungsmangel zu lindern, ohne die städtische Lebensqualität zu gefährden. Sobald die Leitlinien verabschiedet sind, werden sie maßgeblich prägen, wie die neuen Regeln vor Ort angewendet werden. Wie weit die Umsetzung in anderen Kommunen bundesweit fortgeschritten ist, bleibt indes unklar.

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