21 March 2026, 22:17

Münchens Rathaus leuchtet für Eid – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt

Eine Gruppe von Menschen, die eine Stra√e entlangmarschiert, einige mit Mötzen und Schirmen, andere tanzen, mit einem Banner, Verkehrskegeln, Fahrzeugen, Lichtmästen, Schildern, Bäumen, Gebäuden und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Münchens Rathaus leuchtet für Eid – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt

Münchens Altstadtrathaus leuchtete mit mehrsprachiger "Frohes Fest"-Botschaft zum Ramadanende

Zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan erstrahlte das Münchner Altstadtrathaus mit einer mehrsprachigen Lichtinstallation, die "Frohes Fest" (Eid Mubarak) in 13 Sprachen zeigte. Die Aktion war Teil einer Initiative des Stadtrats, die sich gegen antimuslimischen Rassismus richtet und die Demokratie stärken soll. Unterdessen versammelten sich in Stuttgart Tausende zum Gebet – mit erheblichen Folgen für den Verkehr.

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Die Beleuchtung am historischen Gebäude präsentierte die Eid-Grüße als Zeichen der Offenheit und sollte das muslimische Leben in der Stadt sichtbarer machen. Das Projekt geht auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2024 mit dem Titel "Gegen antimuslimischen Rassismus – Demokratie stärken" zurück.

In Stuttgart nahmen etwa 3.000 Muslime an einem Freiluftgebet zum Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) teil. Die Veranstaltung dauerte etwa eine Stunde, doch beim gemeinsamen Verlassen der Gläubigen kam es zu massiven Verkehrsbehinderungen. Mehrere Straßen waren zeitweise blockiert, der Berufsverkehr kam zum Erliegen. Die Polizei, die erst kurzfristig informiert worden war, zog zusätzliche Kräfte heran, um die Lage zu bewältigen. Unklar blieb, ob die Versammlung offiziell angemeldet worden war.

München gehörte zu rund 20 deutschen Städten – darunter Berlin, Köln und Frankfurt –, die in diesem Jahr öffentlich das Ende des Ramadan würdigten. Offizielle Feiern und illuminierte Rathäuser gab es sowohl zum Fastenbrechfest (Eid al-Fitr) Ende März als auch zum Opferfest (Eid al-Adha) Ende Juni.

Die Eid-Feierlichkeiten zeigten sowohl die gesellschaftliche Unterstützung für muslimische Gemeinschaften als auch die logistischen Herausforderungen großer Versammlungen. Während Münchens Lichtinstallation das Bekenntnis der Stadt zu Inklusion unterstrich, führte die Veranstaltung in Stuttgart zu Verkehrsbehinderungen, die ein Polizeieinsatz erforderlich machten. Ähnliche öffentliche Würdigungen fanden im Rahmen der bundesweiten Bemühungen um die Anerkennung religiöser Vielfalt in ganz Deutschland statt.

Quelle