Oldtimer-Traktor aus Rumänien an deutscher Grenze wegen fehlender Papiere gestoppt
Carolina LangeOldtimer-Traktor aus Rumänien an deutscher Grenze wegen fehlender Papiere gestoppt
Rumänischer Fahrer mit Oldtimer-Traktor an Grenze zu Deutschland gestoppt
Letzte Woche wurde ein rumänischer Fahrer an einem Grenzübergang in Lindau angehalten, als er versuchte, mit einem historischen Traktor nach Deutschland einzureisen. Der 48-Jährige hatte die erforderlichen Zollformalitäten vor der Einreise nicht erledigt. Die Behörden griffen ein, nachdem sie festgestellt hatten, dass für das Fahrzeug die notwendigen Papiere fehlten.
Der Traktor, der erstmals am 1. Januar 1966 zugelassen worden war, wurde vom Fahrer im Auftrag eines Freundes transportiert. Er gab an, vorgehabt zu haben, die Zollformalitäten nach seiner Rückkehr nach Rumänien abschließen zu wollen. Die Beamten der Kontrollstelle bestanden jedoch auf der sofortigen Einhaltung der Einfuhrbestimmungen.
Eine vor Ort durchgeführte Bewertung ergab einen Kaufpreis des Traktors in Höhe von 1.550 Schweizer Franken. Der Fahrer musste daraufhin 316 Euro an Einfuhrabgaben begleichen, bevor er seine Fahrt fortsetzen durfte. Weitere Strafen wurden nicht verhängt, und nach Begleichung der Gebühr konnte er seine Reise fortsetzen.
Obwohl es sich in diesem Fall um ein historisches Fahrzeug handelte, sind umfassende Statistiken zu solchen Vorfällen nur begrenzt verfügbar. Das Hauptzollamt Ulm meldete für das Jahr 2025 insgesamt 184 nicht deklarierte Fahrzeuge – darunter auch einige Oldtimer –, die wegen Verstößen gegen die EU-Einreisebestimmungen beschlagnahmt wurden. Allerdings liegen keine bundesweiten Zahlen zu ähnlichen Fällen mit Oldtimern aus den letzten Jahren vor.
Der Vorfall unterstreicht die strenge Durchsetzung der Zollvorschriften, selbst bei älteren Fahrzeugen. Nach Zahlung der fälligen Abgaben wurde der Fahrer entlassen und durfte den Traktor weitertransportieren. Ob weitere Kontrollen folgen werden, haben die Behörden nicht mitgeteilt.






