Polizei stoppt illegale Tuner-Treffen mit nächtlichen Razzien in Süddeutschland
Carolina LangePolizei stoppt nächtliche Drift-Praktiken bei Tuner-Treffen - Polizei stoppt illegale Tuner-Treffen mit nächtlichen Razzien in Süddeutschland
Polizei in Süddeutschland geht gegen illegale Tuner-Treffen vor
Nach Meldungen über gefährliche Fahrmanöver und mangelhafte Fahrzeuge hat die Polizei in Süddeutschland hart gegen nicht genehmigte Autotreffen von Tuning-Fans durchgegriffen. Innerhalb eines einzigen Wochenendes griffen Beamte bei mehreren nächtlichen Zusammenkünften in Reutlingen, Weilheim und Rottenburg ein. Der Einsatz erfolgte vor dem Hintergrund von Beschwerden über riskante Drift-Stunts und verkehrsuntaugliche Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen.
Die Aktion begann, als sich rund 150 Fahrzeuge auf einem Parkplatz in der Nähe der Hochschule Reutlingen versammelten. Die Polizei überwachte daraufhin bekannte Treffpunkte in Reutlingen, Weilheim und Rottenburg während der Nachtstunden. Die Teilnehmer kamen den Auflösungsverfügungen zunächst ohne Widerstand nach.
Einige von ihnen fanden sich jedoch später in Weilheim und Rottenburg erneut zusammen. Nach Hinweisen auf Drift-Manöver auf öffentlichen Straßen kehrten die Beamten zurück. Bei Kontrollen stellten sie bei acht Fahrzeugen technische Mängel fest – zwei davon wurden wegen schwerwiegender Defekte als nicht verkehrssicher eingestuft und umgehend mit einem Fahrverbot belegt.
Die Maßnahme ist Teil einer größeren Verkehrssicherheitskampagne. Bereits im Februar waren im Rahmen der ROADPOL-Kontrollwoche "Lkw & Bus" in Sachsen und Sachsen-Anhalt 57 Lastwagen und Busse wegen gravierender technischer Mängel stillgelegt worden. Die Fahrzeuge galten als nicht mehr betriebsbereit und stellten ein Sicherheitsrisiko dar.
Sämtliche Auflösungsverfügungen wurden befolgt, und nach dem Polizeieinsatz gab es keine weiteren Vorfälle. Die beiden nicht verkehrssicheren Fahrzeuge bleiben bis zur Behebung der Mängel mit einem Fahrverbot belegt. Die Behörden beobachten weiterhin illegale Treffen, um gefährliches Fahrverhalten zu unterbinden.