Rastatt kämpft um finanzielle Rettung nach Gewerbesteuer-Crash 2026
Darko CarstenRastatt kämpft um finanzielle Rettung nach Gewerbesteuer-Crash 2026
Rastatt steht vor einer tiefen Finanzkrise, nachdem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer für 2026 drastisch eingebrochen sind. Ursprünglich hatte die Stadt mit einer Million Euro gerechnet, nun werden nur noch 300.000 Euro erwartet. Die Behörden fordern dringend Einsparungen und strengere Haushaltskontrollen, um die Finanzen zu stabilisieren.
Der Regionalrat Karlsruhe hat den Haushalt 2026 für Rastatt zwar genehmigt – allerdings nur unter strengen Auflagen. Bis zum 1. September 2026 muss die Stadt einen detaillierten Bericht über ihre finanzielle Lage sowie den Stand wichtiger Projekte vorlegen. Zudem drängt der Rat auf weitere Kürzungen im Haushalt und bei den Investitionsplänen.
Bürgermeisterin Monika Müller reagierte mit dem Aufruf zu zusätzlichen Sparmaßnahmen und neuen Einnahmequellen. Ohne diese Schritte drohe Rastatt eine weitere Verschärfung der Finanznot, so Müller. Aktuelle Zahlen zeigen, dass bis Ende März 2026 keine vergleichenden Daten zur Gewerbesteuerleistung anderer Städte in Baden-Württemberg vorliegen.
Bei einer öffentlichen Veranstaltung im Juni sollen die nächsten Schritte für 2027 erörtert werden. Bürger und Verantwortliche wollen dann beraten, wie das anhaltende Haushaltsdefizit bewältigt und tiefgreifende Kürzungen bei essenziellen Leistungen verhindert werden können.
Rastatt hat nun bis September Zeit, um zu beweisen, dass es seinen Haushalt ausgleichen kann. Die Stadt muss die Ausgaben radikal kürzen und Wege finden, die Einnahmen zu steigern – sonst drohen noch härtere finanzielle Auflagen in der Zukunft.






