10 April 2026, 14:26

Rastatter Tunnel: Durchbruch für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Karlsruhe–Basel

Ein Zug fährt durch einen Tunnel mit Gebäuden in der Nähe.

Rastatter Tunnel: Durchbruch für die Hochgeschwindigkeitsstrecke Karlsruhe–Basel

Großer Fortschritt beim 11,6-Milliarden-Euro-Ausbau der Bahnstrecke Karlsruhe–Basel

Ein entscheidender Schritt ist im Rahmen des 11,6 Milliarden Euro teuren Ausbaus der Bahnstrecke Karlsruhe–Basel gelungen. Am 25. Mai 2016 setzten offizielle Vertreter die Tunnelbohrmaschine für den Rastatter Tunnel in Betrieb – ein zentrales Element des Projekts. Der 4,27 Kilometer lange Tunnel wird es Güter- und Hochgeschwindigkeitszügen ermöglichen, auf der stark frequentierten Achse Rotterdam–Genua Geschwindigkeiten von bis zu 250 km/h zu erreichen.

Der Rastatter Tunnel verläuft zwischen Ötigheim und Rastatt-Niederbühl und bildet das Herzstück des ersten Bauabschnitts im Gesamtprojekt Karlsruhe–Basel. Die 182 Kilometer lange Strecke wird auf vier Gleise erweitert, um die Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr deutlich zu steigern. Das Vorhaben zählt zu vier nationalen Pilotprojekten, in denen Building Information Modeling (BIM) erprobt wird – erstmals setzt die DB Netz AG diese digitale Methode beim Tunnelbau ein.

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Zwei Tunnelbohrmaschinen werden die Röhre im Abstand von vier Monaten auffahren. Die Innenausbauarbeiten sollen 2019 beginnen, die Inbetriebnahme des Tunnels ist für 2022 geplant. Währenddessen befinden sich andere Abschnitte des Projekts Karlsruhe–Basel in unterschiedlichen Phasen: Einige Teilstrecken sind bereits in Betrieb, andere noch in Planung oder im Bau.

An der Inbetriebnahme der Bohrmaschine nahmen Dr. Rüdiger Grube, damals Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG, und Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, teil. Ihre Präsenz unterstreicht die Bedeutung des Projekts für das deutsche Schienennetz.

Der Rastatter Tunnel wird die Reisezeiten verkürzen und die Kapazitäten für den Güterverkehr auf einer der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen erhöhen. Nach seiner Fertigstellung schließt er an bereits bestehende Abschnitte der Strecke Karlsruhe–Basel an. Zudem setzt der Einsatz von BIM Maßstäbe für künftige Infrastrukturprojekte in Deutschland.

Quelle