Recaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – Zukunft ungewiss
Darko CarstenRecaro Automotive meldet überraschend Insolvenz an – Zukunft ungewiss
Recaro Automotive, bekannter Hersteller von Hochleistungs-Autositzen, meldet Insolvenz an
Der renommierte Hersteller von Premium-Autositzen, Recaro Automotive, hat in Deutschland Insolvenz angemeldet. Die Meldung erfolgte über das Amtsgericht Esslingen und lässt die Zukunft des Unternehmens ungewiss erscheinen. Den Angaben zufolge wurden die Mitarbeiter am Standort Kirchheim unter Teck nicht vorher informiert.
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis ins Jahr 2011 zurück, als der US-Konzern Johnson Controls Recaro Automotive übernahm. Fünf Jahre später gliederte Johnson Controls seinen Autositze-Bereich im Rahmen einer Umstrukturierung aus und gründete die neue Firma Adient. 2020 verkaufte Adient Recaro Automotive schließlich an die US-amerikanische Beteiligungsgesellschaft Raven Acquisitions, LLC.
Recaro Automotive ist auf hochwertige Autositze spezialisiert und beliefert unter anderem Modelle wie den Ford Mustang Dark Horse. Von der Insolvenz betroffen ist jedoch nur dieser Unternehmenszweig – andere Bereiche der Recaro-Gruppe bleiben davon unberührt.
Die Gewerkschaft IG Metall hat unterdessen dazu aufgerufen, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die 215 Arbeitsplätze am Standort Kirchheim unter Teck zu sichern. Man drängt auf eine nachhaltige Lösung, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Nach der offiziellen Insolvenzanmeldung bleibt unklar, wie es für Recaro Automotive weitergeht. Belegschaft und Branchenpartner warten auf weitere Informationen zu möglichen Umstrukturierungen oder einem neuen Eigentümer. Im Mittelpunkt stehen weiterhin der Erhalt der Arbeitsplätze und die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs.






