Reutlingen investiert 70 Millionen Euro in grüne Energieinfrastruktur bis 2027
Marijan MangoldReutlingen investiert 70 Millionen Euro in grüne Energieinfrastruktur bis 2027
Reutlingen plant eine umfassende Modernisierung seiner Energieinfrastruktur und investiert dafür 70 Millionen Euro. Die Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank (EIB) soll das Fernwärmenetz ausbauen und das Stromnetz auf den neuesten Stand bringen. Mit diesen Maßnahmen will die Stadt ihre Abhängigkeit von Gas und Öl verringern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.
Der lokale Energieversorger Stadtwerke Reutlingen wird den Großteil des Kredits bis 2027 in die Modernisierung der Stromnetze stecken. Dazu gehören der Austausch veralteter Stromkabel sowie der Bau neuer Freileitungen. Zudem werden digitale Steuerungskomponenten eingebaut, um die Netzsteuerung zu automatisieren.
Das Projekt erleichtert die Anbindung lokaler Solar- und Windkraftanlagen an das Netz. Gleichzeitig können Bürger künftig leichter Wärmepumpen und Ladestationen für Elektroautos installieren. Der Ausbau des Fernwärmenetzes wird darüber hinaus den Verbrauch fossiler Brennstoffe für die Wärmeversorgung weiter reduzieren.
EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer betonte, wie wichtig solche Investitionen für die grüne Wende in Deutschland seien. Die Bundesnetzagentur schätzt, dass bis 2045 bundesweit 327,7 Milliarden Euro nötig sein werden, um die Strominfrastruktur zu modernisieren. Die Reutlinger Maßnahmen sind Teil dieser übergeordneten Strategie, um die Versorgungssicherheit angesichts steigender Nachfrage zu gewährleisten.
Mit dem 70-Millionen-Kredit rückt Reutlingen näher an eine sauberere Energieversorgung und ein stabiles Stromnetz. Durch den Ausbau der Fernwärme und die Modernisierung der Stromnetze will die Stadt ihre Emissionen senken und gleichzeitig den wachsenden Energiebedarf decken. Die wichtigsten Verbesserungen sollen bis Ende 2027 abgeschlossen sein.






