Rollentausch beim Zoll: Wie Inklusion am Arbeitsplatz gelingt
Rollentausch für einen Tag: Zollbeamte und Menschen mit Behinderung arbeiten Hand in Hand
Im Rahmen der jährlichen Initiative "Schichtwechsel" tauschten Zollbeamte und Beschäftigte mit Behinderung für einen Tag ihre Rollen. Die Veranstaltung, die am 25. und 26. September stattfand, brachte Mitarbeiter des Zollamts Konstanz-Autobahn und des Caritasverbandes Konstanz e.V. zusammen. Die Organisatoren beschrieben den Austausch als Möglichkeit, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Inklusion am Arbeitsplatz zu fördern.
Der jährliche "Schichtwechsel"-Aktionstag wird vom Bundesverband der Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BvWM) organisiert. In diesem Jahr beteiligten sich 19 Hauptzollämter in ganz Deutschland, darunter auch die Dienststelle Konstanz-Autobahn. Am 25. September besuchten Zollbeamte die Seewerk-Werkstatt des Caritasverbandes Konstanz, wo sie sich in Tätigkeiten wie Kommissionieren, Verpacken und Montage versuchten.
Am folgenden Tag unterstützten vier Mitarbeiter von Caritas die Zollbeamten an deren Arbeitsplatz. Sie halfen bei der Bearbeitung von Exportbargeldanmeldungen und erhielten so einen direkten Einblick in den Berufsalltag der Beamten. In den Seewerk-Standorten des Caritasverbandes Konstanz arbeiten über 300 Menschen mit Behinderung, begleitet von rund 50 Fachkräften und Jobcoaches. Diese unterstützen bei der beruflichen Qualifizierung und helfen Kollegen in ungewohnten Situationen.
Sonja Müller, Sprecherin des Hauptzollamts Singen, lobte die Initiative als wichtigen Beitrag zur Förderung von Vielfalt und gegenseitigem Respekt. Ute Jakob, Leiterin der operativen Inklusionsabteilung bei Caritas Konstanz, betonte das durchweg positive Feedback beider Seiten. Die Teilnehmer berichteten, dass der Austausch ihr Verständnis für die jeweilige Arbeit vertieft habe.
Für weitere Informationen steht das Hauptzollamt Singen unter Sonja Müller (Telefon: 07731/8205-5251 oder E-Mail: [email protected]) zur Verfügung.
Der "Schichtwechsel" brachte Zollmitarbeiter und Menschen mit Behinderung zu einer praktischen Zusammenarbeit zusammen. Beide Gruppen teilten ihr Wissen, lernten voneinander und knüpften während des zweitägigen Programms wertvolle Kontakte. Ziel der Initiative ist es, nachhaltige Verbindungen zu schaffen und die Inklusion in der Arbeitswelt bundesweit zu verbessern.