Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 drastisch ein – warum die Region jetzt auf heimischen Anbau setzt
Carolina LangeBaden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelimporte in Baden-Württemberg brechen 2025 drastisch ein – warum die Region jetzt auf heimischen Anbau setzt
Spargelimporte nach Baden-Württemberg gingen 2025 stark zurück
2025 brachen die Spargelimporte nach Baden-Württemberg drastisch ein und sanken im Vergleich zum Vorjahr um 18,3 Prozent. Auch die heimischen Landwirte ernteten leicht weniger – die Produktion ging um etwa zwei Prozent zurück. Dennoch steigt die Nachfrage nach regionalem grünem Spargel in der Region kontinuierlich an.
Insgesamt führte die Region 2025 rund 2.900 Tonnen Spargel ein – ein Rückgang um 640 Tonnen gegenüber 2024. Spanien blieb mit einem Anteil von 52,1 Prozent der mit Abstand wichtigste Lieferant, gefolgt von Mexiko, Italien, Peru und Griechenland. Schwerwiegende Überschwemmungen in Spanien zu Jahresbeginn hatten vermutlich Lieferketten unterbrochen und das Angebot verknappt.
Die Landwirte in Baden-Württemberg begannen 2025 früher als üblich mit der Ernte, was die Abhängigkeit von ausländischen Lieferungen verringerte. Dennoch blieb die heimische Erntemenge mit 8.442 Tonnen um etwa zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig ging der Pro-Kopf-Verzehr von Spargel in der Region leicht zurück.
In den vergangenen fünf Jahren waren die Importe aus Peru, Spanien und Griechenland aufgrund längerer Anbauzeiten und niedrigerer Kosten gestiegen. 2025 kehrte sich dieser Trend jedoch um, da regionaler grüner Spargel in Supermärkten und auf Wochenmärkten an Beliebtheit gewann. Händler verzeichneten eine höhere Nachfrage nach heimischem Spargel, was den Bedarf an Importen senkte.
Der Rückgang der Importe und die leicht gesunkene lokale Produktion markieren einen Wandel im baden-württembergischen Spargelmarkt. Durch die frühere Ernte und die gestiegene Nachfrage nach regionalem grünem Spargel haben sich die Kaufgewohnheiten verändert. Angesichts der Überschwemmungen in Spanien, die sich wahrscheinlich auch auf künftige Lieferungen auswirken, könnte die Region künftig noch stärker auf eigene Erzeuger setzen.