27 March 2026, 18:22

Stuttgart geht gegen Rechtsextremismus vor: Neue Ausstiegsinitiative gestartet

Liniengraph, der die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit 2001 in die USA eingewandert sind, mit begleitendem erklärendem Text.

Stuttgart geht gegen Rechtsextremismus vor: Neue Ausstiegsinitiative gestartet

Behörden in Stuttgart starten neue Initiative gegen Rechtsextremismus

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Am 8. und 9. April 2025 haben Polizei und Fachkräfte des konex-Zentrums in Stuttgart Personen aufgesucht, die mit rechtsextremen Gruppen in Verbindung stehen. Ziel der Aktion war es, Betroffene durch persönliche Beratung und Begleitung zum Ausstieg aus der extremistischen Szene zu bewegen.

Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Kampagne von konex, einer Ausstiegsberatungsstelle des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Baden-Württemberg (SAT BW). Ursprünglich auf islamistischen Extremismus spezialisiert, widmet sich das Programm mittlerweile allen Formen religiöser und politischer Radikalisierung. Es bietet kostenlose, vertrauliche Ausstiegsberatung an, die individuell auf die Situation jeder Einzelperson zugeschnitten ist.

Das konex-Team besteht aus Expertinnen und Experten verschiedener Fachbereiche. Beratung erhalten Interessierte per E-Mail unter [email protected] oder telefonisch, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Geleitet wird die Einheit von Polizeidirektor Andreas Taube; sie ist organisatorisch dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) angegliedert.

Ähnliche Präventionsbesuche sind für das gesamte Jahr 2025 in der Region geplant. Zwar werden keine genauen Zahlen zu den angesprochenen Personen genannt, doch das Programm baut seine Reichweite kontinuierlich aus. Die Teilnahme bleibt freiwillig – es besteht keine Verpflichtung zur Kontaktaufnahme.

Die Besuche sind ein aktiver Schritt in der Extremismusbekämpfung Baden-Württembergs. Durch direkte Unterstützung will konex den Einfluss rechtsextremer Ideologien verringern. Hilfesuchende können sich während der Dienstzeiten per E-Mail oder über die Hotline an das Zentrum wenden.

Quelle