Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme
Marijan MangoldUli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme
Ex-Bayern-Präsident Uli Hoeneß löst mit scharfer Kritik an veganer Ernährung Kontroverse aus
Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit drastischen Angriffen auf vegane Ernährung für Aufsehen gesorgt. In einem aktuellen Podcast behauptete er, pflanzliche Kost schade der Gesundheit auf lange Sicht, und bezeichnete Veganer als militant. Seine Äußerungen kommen trotz eigener Herzprobleme in der Vergangenheit und eines Familienunternehmens, das tief in der Fleischproduktion verwurzelt ist.
Hoeneß äußerte sich im Programm des bayerischen Radiosenders Antenne Bayern. Dort bezeichnete er vegane Ernährung als ungesund und argumentierte, sie führe langfristig zu Krankheiten. Der 71-Jährige warf Veganern zudem vor, ihre Überzeugungen aggressiv zu verbreiten.
Seine Tirade folgt auf Jahre gesundheitlicher Kämpfe: Hoeneß litt unter Bluthochdruck und musste sich wegen Herzproblemen behandeln lassen. Studien hingegen bringen den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung.
Die Debatte um pflanzliche Ernährung hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Immer mehr Menschen erkennen die gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Vorteile eines reduzierten Fleischkonsums. Bereits 2014 wies der Chef der Rügenwalder Mühle, eines der größten deutschen Fleischproduzenten, auf die steigende Nachfrage nach veganen Wurstwaren hin.
Das Familienunternehmen von Hoeneß, HoWe Wurstwaren, bleibt indes der Fleischbranche treu und wird heute von seinen Kindern geführt. Die Tierrechtsorganisation PETA hat ihn inzwischen eingeladen, ihr Programm Veganstart auszuprobieren, das beim Umstieg auf pflanzliche Ernährung unterstützt.
Hoeneß' Kritik steht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Gesundheitsrisiken von Fleisch. Seine Äußerungen ignorieren zudem den Trend zu pflanzlichen Alternativen in der Lebensmittelindustrie. PETAs Einladung zeigt: Die Diskussion über Ernährung und Gesundheit ist noch lange nicht abgeschlossen.






