Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht tausend Jobs
Marijan MangoldWacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen und streicht tausend Jobs
Wacker Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Gewinnen
Der Chemiekonzern Wacker Chemie hat für das Jahr 2025 ein enttäuschendes Ergebnis gemeldet: Umsatz und Gewinne brachen stark ein, das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro. Ursachen sind eine schwache Nachfrage und hohe Kosten. Um die Finanzen zu stabilisieren, läuft nun ein umfassendes Sparprogramm an.
Der Gesamtumsatz des Konzerns sank 2025 um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stürzte um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ab. Verantwortlich für den Rückgang waren geringere Absatzmengen, gesunkene Preise, ungenutzte Produktionskapazitäten sowie weiterhin hohe Energiekosten in Deutschland.
Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben das Unternehmen in die roten Zahlen – der Nettoverlust beträgt -805 Millionen Euro. Folglich wird für dieses Jahr keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel führte die schlechte Performance auf schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und zunehmenden Wettbewerb zurück.
Als Reaktion startete Wacker im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE, das die jährlichen Kosten in Produktion und Verwaltung um über 300 Millionen Euro senken soll. Weltweit sollen mehr als 1.500 Stellen abgebaut werden, wobei der Großteil der Kürzungen die deutschen Standorte betrifft.
Für das erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro. Das EBITDA für diesen Zeitraum wird auf 140 bis 160 Millionen Euro prognostiziert. Für das gesamte Jahr 2026 erwartet Wacker ein niedriges einstelliges Wachstum bei Umsatz und EBITDA.
Die Kostensenkungsmaßnahmen und Stellenstreichungen sollen die finanzielle Stabilität verbessern. Trotz verhaltener Marktprognosen geht Wacker Chemie von einem moderaten Wachstum im kommenden Jahr aus. Im Fokus stehen nun die weitere Reduzierung der Ausgaben und die Anpassung an die anhaltenden Herausforderungen der Branche.






