07 May 2026, 16:35

Weißstörche auf Strommasten gefährden Hessens Infrastruktur und sich selbst

Zwei Weißstörche auf einem Nest auf einer Strommast, beleuchtet von einer Straßenlaterne und Drähte entlang des Mastes verlaufen.

Weißstörche auf Strommasten gefährden Hessens Infrastruktur und sich selbst

Weißstörche nisten vermehrt auf Strommasten und Bahnanlagen in Hessen – und gefährden damit sowohl sich selbst als auch die Infrastruktur

Immer häufiger bauen Weißstörche ihre Nester auf Strommasten und Eisenbahnanlagen in ganz Hessen. Ihre Anwesenheit birgt Risiken – für die Vögel ebenso wie für die technische Infrastruktur: Nester verursachen Kurzschlüsse, Stromausfälle und Verspätungen im Bahnverkehr. Nun ergreifen Behörden Maßnahmen, um das Problem in den Griff zu bekommen, bevor es weiter eskaliert.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Weißstörche in Hessen stark angestiegen. Mit der wachsenden Population nehmen auch die Nester auf Strommasten und Bahninfrastruktur zu. Manche dieser Konstruktionen wiegen mehrere hundert Kilogramm und belasten die Masten so stark, dass ihre Standfestigkeit gefährdet ist.

Besonders problematisch wird es, wenn Störche auf elektrischen Anlagen nisten. Die aus Ästen und anderen Materialien gebauten Nester lösen häufig Kurzschlüsse und Lichtbögen aus, die zu Stromausfällen und teuren Reparaturen führen. Netzbetreiber verzeichnen bereits Millionenschäden, während die Vögel selbst durch Stromschläge schwer verletzt oder getötet werden können.

Die Deutsche Bahn setzt auf eine zweigliedrige Strategie, um das Problem zu lösen. Zum einen werden alternative Nistplattformen in sicherer Entfernung zu kritischer Infrastruktur installiert. Diese bieten den Störchen einen geeigneteren Standort und verringern die Wahrscheinlichkeit, dass sie Strommasten oder Bahntechnik nutzen.

Zum anderen arbeitet das Unternehmen mit Naturschutzbehörden zusammen, um bestehende Nester außerhalb der Brutzeit zu entfernen. Anschließend werden Abschreckungsvorrichtungen – etwa windbetriebene Geräte – an den Masten angebracht, um die Vögel von einer Rückkehr abzuhalten. Erste Tests dieser Systeme haben bereits gezeigt, dass sie wirksam verhindern, dass Störche dort erneut nisten.

Trotz der Herausforderungen bleibt das Ziel, den Artenschutz mit der Betriebssicherheit in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz technischer Lösungen und eine enge Abstimmung mit den Behörden strebt die Deutsche Bahn an, Störungen zu minimieren und gleichzeitig den Bestand der Störche zu schützen.

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Die Zunahme der Storchnester auf Strommasten und Bahnstrecken hat die Betreiber zum Handeln gezwungen. Nun werden alternative Nistplätze und Abschreckungssysteme flächendeckend eingeführt, um die Risiken zu verringern. Gelingen diese Maßnahmen, profitieren davon sowohl die Vögel als auch die kritische Infrastruktur der Region.

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