29 April 2026, 22:20

Zahnärzte-Pensionsfonds vor dem Kollaps: 11.000 Renten in Gefahr

Blauer Hintergrund mit einem zentralen Gebäude und weisser Schrift, die besagt: "Unter Bidenomics ist die Arbeitslosenquote seit 21 Monaten durchgehend unter 4% geblieben. Das ist die längste Phase in über 50 Jahren."

Zahnärzte-Pensionsfonds vor dem Kollaps: 11.000 Renten in Gefahr

Rentenfonds für 11.000 Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen steckt in schwerer Finanzkrise

Ein Pensionsfonds, der rund 11.000 Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen versorgt, steht nach riskanten Investitionen, die die Hälfte seines Vermögens vernichteten, vor dem finanziellen Kollaps. Die Krise hat bereits zu juristischen Auseinandersetzungen geführt: Der ehemalige Vorsitzende des Aufsichtsrats des Fonds klagt gegen seine Absetzung.

Die Verluste des Fonds verschärften sich weiter, als sein Versicherungspartner Element Insolvenz anmelden musste. Viele Zahnärzte bangen nun um ihre Altersvorsorge.

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Der ehemalige Vorsitzende war am 5. April auf einer Delegiertenversammlung abberufen worden. Seine Entlassung folgte einem Misstrauensvotum gegen seine Führung – ein Verfahren, das einem konstruktiven Misstrauensantrag ähnelt. Während andere Ausschussmitglieder im Amt blieben, traf es ihn als Einzigen.

Er reagierte mit einem Widerspruch und klagte gerichtlich, um die aufschiebende Wirkung seines Rechtsmittels wiederherzustellen. Zuvor hatte die Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege seine Absetzung zwar für rechtswidrig erklärt, doch es folgten keine weiteren Schritte zur Rücknahme des Beschlusses.

Das Berliner Verwaltungsgericht bestätigte später, dass ein Vertrauensverlust seine Abberufung rechtfertigen könne. Der Fonds wird nach einem Modell der Selbstverwaltung geführt, bei dem Entscheidungen demokratisch und nicht nach fachlicher Expertise getroffen werden. Angesichts der eskalierenden Finanzkrise gerät diese Struktur nun zunehmend in die Kritik.

Neben dem Zusammenbruch des Versicherers sind auch andere Anlagen des Fonds in die Krise gerutscht. Die kumulierten Verluste lassen die Zahnärzte in den drei Bundesländern um ihre Renten fürchten.

Obwohl das Gericht die Absetzung des früheren Vorsitzenden bestätigte, führt dieser seinen Rechtsstreit fort. Die betroffenen Zahnärzte warten unterdessen auf Klarheit, wie sich die Verluste auf ihre Pensionen auswirken werden. Der Fall wirft zudem grundsätzliche Fragen zu den Risiken selbstverwalteter Finanzmodelle in berufsständischen Versorgungswerken auf.

Quelle