Zoll stoppt kroatischen Reisebus wegen 113.400 Euro unbezahlter Gebühren
Darko CarstenZoll stoppt kroatischen Reisebus wegen 113.400 Euro unbezahlter Gebühren
Ein kroatischer Reisebus wurde in Konstanz angehalten, nachdem der deutsche Zoll unbezahlte Beförderungsgebühren in Höhe von insgesamt 113.400 Euro aufgedeckt hatte. Das Unternehmen beglich einen Teil der Schulden noch vor Ort und zahlte während der Kontrolle 50.000 Euro. Der Fall unterstreicht die anhaltende Durchsetzung von Fahrgastabgaben für touristische Fahrten innerhalb Deutschlands.
Der Vorfall ereignete sich, als ein Bus mit 43 Passagieren auf einer Reise von Frankreich über Konstanz nach Straßburg von den Behörden überprüft wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass das Unternehmen seit 2022 fällige Beförderungsgebühren – einschließlich Säumniszuschläge – nicht entrichtet hatte. Die ausstehende Gesamtsumme belief sich auf 113.400 Euro.
Nach deutschem Recht können unbeglichene öffentlich-rechtliche Forderungen gegen ausländische Schuldner sowie inländische Unternehmen mit internationalen Verbindungen auch an der Grenze eingezogen werden. Dennoch wurden seit den ersten Untersuchungen gegen Firmen wie FlixBus zwischen 2022 und 2023 keine weiteren Reisebusunternehmen öffentlich wegen ähnlicher Verstöße genannt.
Das Unternehmen überwies während der Kontrolle umgehend 50.000 Euro zur teilweisen Begleichung der Schulden. Der Fall zeigt, dass der Zoll weiterhin die Einhaltung der Beförderungsabgaben für touristische Dienstleistungen überwacht. Seit den früheren Ermittlungen gegen FlixBus wurden keine weiteren Unternehmen mit ausstehenden Gebühren identifiziert.