06 May 2026, 12:23

Apothekerin aus Roding droht doppelte Zahlung nach Rechnungsbetrug mit 25.000 Euro

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen kosten Familien monatlich Hunderte von Dollar

Apothekerin aus Roding droht doppelte Zahlung nach Rechnungsbetrug mit 25.000 Euro

Apothekerin aus Roding könnte 25.000 Euro doppelt zahlen – nach Betrug mit gefälschten Rechnungen

Carolin Schleußinger, Inhaberin der Marien-Apotheke in Roding, könnte nach einem Betrug mit gefälschten Rechnungen eine Rechnung über 25.000 Euro zweimal begleichen müssen. Die manipulierten Dokumente gaben sich als Schreiben des Pharmakonzerns Merck aus. Mittlerweile hat sie Anzeige bei der Polizei erstattet.

Schleußinger erhielt eine Rechnung von Merck mit geänderten Bankdaten – darunter ein neues Konto und eine spanische Adresse. Nach einer Prüfung der Angaben überwies sie den Betrag. Doch später forderte Merck erneut 25.000 Euro, da die erste Zahlung angeblich nie eingegangen sei.

Die Apothekerin betont, dass ihre eigenen Systeme nicht kompromittiert wurden. Stattdessen vermutet sie, dass Cyberkriminelle aufgrund einer Sicherheitslücke in Mercks IT echte Rechnungen während der Übermittlung verfälscht haben. Der Konzern bestätigte inzwischen, dass Apotheken gezielt Opfer von Cyberangriffen werden – gefälschte Rechnungen hätten in den vergangenen Monaten zugenommen.

Als Reaktion platzierte Merck einen Warnhinweis auf der Startseite seines Online-Shops und rief Apotheken dazu auf, Bankverbindungen auf Rechnungen besonders sorgfältig zu prüfen. Schleußinger übt jedoch scharfe Kritik am Krisenmanagement des Unternehmens. Sie wirft Merck vor, nicht ausreichend transparent zu kommunizieren und die Verantwortung für das Sicherheitsversagen nicht ausreichend zu übernehmen.

Mittlerweile kümmert sich ihr Anwalt um den Fall, da sie sich weigert, die zweite Forderung zu begleichen.

Der Vorfall zeigt, wie anfällig die Arzneimittellieferkette für Rechnungsbetrug ist. Die Ermittlungen zu Schleußingers Fall laufen noch – die Polizei prüft die Strafanzeige. Merck rät Apotheken weiterhin, vor Überweisungen stets die Zahlungsdaten zu verifizieren.

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