30 June 2026, 22:18

Netzausbau in Baden: Wie die Region die Energiewende stemmen will

Die Stromnetze im Süden Badens sind am Limit: Expansion wird zur Schlüsselfrage

Netzausbau in Baden: Wie die Region die Energiewende stemmen will

Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen, Landkreisen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über den Ausbau des Stromnetzes zu beraten. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft standen die Herausforderungen und Lösungsansätze, die für die Bewältigung des wachsenden Bedarfs an erneuerbaren Energien erforderlich sind. Steigender Stromverbrauch und neue Technologien setzen das bestehende Netz unter Druck.

Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert. Neben den großen regionalen Netzbetreibern nahmen auch lokale Führungskräfte und Vertreter von Behörden teil.

Wolfgang Brucker, Geschäftsführer des Regionalverbands, betonte die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit. Netzbetreiber, Kommunen und Behörden müssten an einem Strang ziehen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen, so Brucker. Auch Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Verbands, hob die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Stromerzeugung, Netzkapazität, Speicherung und Verbrauch hervor.

Ein zentrales Thema war das Genehmigungsverfahren für neue Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte an, diese Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Großspeichern für Batterien, die nach Angaben der Netzbetreiber zusätzliche Belastungen für das Netz darstellen.

Viele Städte und Gemeinden verzeichnen bereits zahlreiche Anfragen zu Batteriespeichersystemen. Das rasante Wachstum der erneuerbaren Energien und die steigende Nachfrage haben den Netzausbau überholt. In der Folge bleiben einige Wind- und Solarparks unangeschlossen, und Unternehmen haben Schwierigkeiten, Netzzugänge zu sichern.

Die Veranstaltung unterstrich die Dringlichkeit, die Netzinfrastruktur zu modernisieren. Schnellere Genehmigungsverfahren und eine bessere Koordination sollen helfen, die zunehmende Belastung zu bewältigen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine stabile und zuverlässige Stromversorgung für die Region zu gewährleisten.

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