31 May 2026, 18:19

Asiatisches Musikfestival Berlin startet mit mongolischem Folk und koreanischen Kunstliedern

Berlin Asian Music Festival

Asiatisches Musikfestival Berlin startet mit mongolischem Folk und koreanischen Kunstliedern

Das Berliner Asiatische Musikfestival hat seine Pforten geöffnet – mit dem Ziel, Menschen durch Klang und Tradition zusammenzubringen. Der Auftakt bildete ein mitreißender Auftritt des mongolischen Duos Khukh Tenger, das damit den Ton für ein Wochenende des kulturellen Austauschs setzte.

In traditionellen Gewändern und Kopfbedeckungen betraten die Musiker die Bühne, bewaffnet mit der Morin Khuur, einer Pferdekopfgeige, und den tiefen Klängen des Kehlgesangs. Ihre Musik malte lebendige Bilder der mongolischen Steppe, verschmolz Volksmelodien mit rohen, widerhallenden Gesängen. Das Publikum – überwiegend Frauen mit nur wenigen Männern – lauschte gebannt, bevor es in warmen Applaus ausbrach.

Es folgte der Tenor Ju Hyeok Lee mit koreanischen Kunstliedern, der Brücken zwischen der koreanischen und der deutschen Kunstlied-Tradition schlug. Sein Auftritt betonte gemeinsame musikalische Wurzeln, ohne die intime Stimmung zu verlieren. Unterdessen präsentierte das Vokalensemble Quarticolo Stücke aus China, Japan und Korea und verband so unterschiedliche Stile zu einem fließenden Programm.

Das Nur Ensemble führte anschließend ein Streichquartett auf, das westliche Avantgarde-Einflüsse mit asiatischen Klängen verschmolz. Ihr Set wirkte wie eine moderne Interpretation alter Salonkultur und erntete ebenso begeisterte Reaktionen wie die anderen Acts des Abends. Die Veranstalter betonten, dass jeder Auftritt gleichermaßen gefeiert wurde – ohne dass sich ein klarer Favorit abzeichnete.

Zwischen den Konzerten begrüßten Festivalvertreter Diplomaten mehrerer Nationen und deuteten damit Pläne an, die Reichweite des Events in den kommenden Jahren auszubauen. Die Mischung aus Alt und Neu, Vertrautem und Fremdem wurde als „klangreicher Händedruck“ beschrieben – ein passendes Motto für ein Festival, das auf Dialog setzt.

Der Eröffnungabend hielt, was er versprach: Musik als Brücke für Gespräche und Begegnungen. Mit Darbietungen von mongolischem Folk bis zu koreanischen Kunstliedern legte er den Grundstein für tiefere kulturelle Verbindungen. Die Organisatoren blicken nun nach vorn – und deuten auf noch umfassendere Kooperationen in den nächsten Jahren hin.

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