Berliner Bündnis fordert radikale Schulreform für mehr Gerechtigkeit und Inklusion
Carolina LangeBerliner Bündnis fordert radikale Schulreform für mehr Gerechtigkeit und Inklusion
Breites Bündnis fordert grundlegende Reformen an Berlins Schulen
Ein breites Bündnis aus Bildungsinitiativen in Berlin drängt auf tiefgreifende Veränderungen im Schulsystem der Hauptstadt. Am Donnerstag wird Jennifer Rosin, die Landesschülervertreterin, Forderungen nach einer demokratischeren und inklusiveren Bildung vorstellen. Der Aufruf kommt zu einer Zeit, in der die Sorgen über Chancengerechtigkeit, psychische Gesundheit und den Zugang zu Bildung für alle Kinder wachsen.
Hinter den Forderungen steht ein Zusammenschluss aus Schüler- und Elternvertretungen, dem Bündnis für Inklusion sowie Kampagnen wie „Schule muss sich ändern“ und „Mischt euch ein für Bildung“. Gemeinsam bilden sie die Koalition „Gute Schulen für alle“, die argumentiert, dass das Berliner Bildungssystem gerechter und transparenter werden muss.
Janine Schott vom Berliner Bündnis für schulische Inklusion wies auf ein drängendes Problem hin: Rund 2.800 Kinder in der Stadt hätten nach wie vor keinen angemessenen Zugang zu schulischer Bildung. Gleichzeitig unterstützte Jennifer Roßberg vom Landeselternausschuss die Forderungen der Schülerinnen und Schüler und betonte die Notwendigkeit klarerer Regeln bei Schulübergängen und mehr Fairness im System.
Lydia Puschnerus, Leiterin des Schulressorts bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Berlin, nannte eine weitere Herausforderung: Lehrkräfte bräuchten mehr Zeit und Ressourcen, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Das Bündnis hat zudem konkrete Maßnahmen skizziert, um Demokratie, Inklusion und die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit psychischen Belastungen, Krankheiten oder Einsamkeit zu stärken.
Der Landesschülerausschuss (LSA) ergänzte, dass Schulen Schülerinnen und Schüler stärker in Entscheidungsprozesse einbinden müssten. Notwendig sei ein Bewusstseinswandel, um langjährige strukturelle Probleme zu lösen. Das Vertrauen junger Menschen in demokratische Strukturen schwinde zusehends – Schulen kämen dabei eine Schlüsselrolle zu, es wiederaufzubauen.
Die Vorschläge des Bündnisses zielen darauf ab, Berlins Schulen mit klareren Richtlinien, besserer Förderung und mehr Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler neu zu gestalten. Würden die Maßnahmen umgesetzt, könnten sie Tausende Schüler:innen, Lehrkräfte und Familien in der Stadt betreffen. Die nächsten Schritte hängen nun davon ab, wie die Politik auf die Forderungen reagiert.






