Betrüger auf Online-Kleinanzeigen: So tricksen sie Nutzer mit raffinierten Maschen ab
Marijan MangoldBetrüger auf Online-Kleinanzeigen: So tricksen sie Nutzer mit raffinierten Maschen ab
Millionen Menschen in Deutschland nutzen täglich Online-Kleinanzeigen, um Waren zu kaufen und zu verkaufen. Die Plattform, die mittlerweile zur Adevinta Group gehört, verzeichnet zu jedem Zeitpunkt über 50 Millionen aktive Anzeigen. Doch Betrug bleibt ein hartnäckiges Problem – Betrüger setzen dabei auf raffinierte Maschen, um Nutzer um ihr Geld oder persönliche Daten zu prellen.
Eine der häufigsten Betrugsmaschen sind gefälschte Zahlungen. Käufer schicken manipulierte Zahlungsbestätigungen und fordern Verkäufer auf, die Ware umgehend zu versenden, mit der Behauptung, das Geld sei bereits überwiesen worden. Andere spielen mit dem Mitleid ihrer Opfer, erzählen persönliche Geschichten, um Transaktionen zu beschleunigen oder ungewöhnliche Zahlungsmethoden wie Geschenkkarten zu rechtfertigen.
Bei einer weiteren Methode, dem sogenannten Dreiecksbetrug, bieten Kriminelle Waren an, die ihnen gar nicht gehören. Sie nutzen gestohlene Zahlungsdaten oder gekaperte Konten langjähriger, vertrauenswürdiger Verkäufer, um seriös zu wirken. Manche locken ihre Opfer sogar auf gefälschte externe Websites, um an finanzielle Informationen zu gelangen.
Unehrliche Verkäufer ködern Käufer zudem mit begehrten Artikeln zu ungewöhnlich niedrigen Preisen. Sie bestehen auf Vorauszahlungen per Überweisung oder Geschenkkarten – und lassen die Opfer ohne Rückgriffsmöglichkeit zurück, sobald das Geld überwiesen ist.
Die Plattform, früher als eBay Kleinanzeigen bekannt, wird mittlerweile monatlich von über 35 Millionen Nutzern besucht. Trotz ihrer Beliebtheit verfeinern Betrüger ständig ihre Methoden, sodass die Maschen immer schwerer zu durchschauen sind. Nutzer werden daher dazu geraten, Zahlungseingänge genau zu prüfen und keine sensiblen Daten auf unseriösen Seiten preiszugeben.






