Bitburger kehrt als DFB-Partner zurück – mit neuer Strategie gegen Bierkrise
Carolina LangeBitburger kehrt als DFB-Partner zurück – mit neuer Strategie gegen Bierkrise
Bitburger Braugruppe kehrt nach sechsjähriger Pause als Partner der deutschen Nationalmannschaft zurück
Die Bitburger Braugruppe hat nach einer sechsjährigen Unterbrechung ihre Zusammenarbeit mit der deutschen Fußballnationalmannschaft wiederaufgenommen. Mit dieser Rückkehr will die Brauerei ihre Marktpräsenz stärken – insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Nordamerika. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der traditionelle Bierabsatz in Deutschland weiterhin unter Druck steht.
Bitburger hatte 2018 seine 25-jährige Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) beendet, nachdem das Unternehmen mit der damaligen Ausrichtung der Organisation unzufrieden war. Nun kehrt der Brauereikonzerne als offizieller Partner zurück und begründet dies mit einem „bodenständigeren und pragmatischeren“ Kurs innerhalb der Nationalmannschaft und des Verbandes.
Doch die Strategie von Bitburger geht über das reine Sponsoring hinaus. Das Unternehmen will die Weltmeisterschaft nutzen, um den Absatz von Sonderprodukten zu steigern, Marktanteile auszubauen und die Markenbekanntheit zu erhöhen. Dennoch bleibt die Branche in Deutschland insgesamt unter Druck: 2025 sank die Gesamtproduktion um fast sechs Prozent – dabei lag Bitburger sogar unter dem Branchendurchschnitt.
Ein Hauptgrund für den Rückgang ist der Wandel im Konsumverhalten. Vor allem jüngere Generationen legen zunehmend Wert auf einen gesünderen Lebensstil, was zu einem Rückgang des Bierkonsums führt. Zudem gehen die Deutschen seltener aus und trinken weniger – besonders der Verzicht auf das „dritte Bier“ trifft die Brauereien hart.
Trotz dieser Herausforderungen verzeichnet Bitburger im alkoholfreien Segment Erfolge. Das Unternehmen ist Marktführer bei Bier mit 0,0 Prozent Alkohol und verzeichnet hier zweistellige Wachstumsraten – sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz. Stefan Schmitz, Geschäftsführer der Bitburger Braugruppe, betonte, man wolle alkoholfreies Bier als „mainstream-taugliches Erfrischungsgetränk“ neu positionieren. Das Ziel: Es nicht mehr nur als klassisches Bier, sondern als gesunde Alternative zu anderen Getränken zu vermarkten.
Die Rückkehr zum Fußballsponsoring passt zu Bitburgers Bestrebungen, Sonderverkäufe und Markensichtbarkeit zu steigern. Gleichzeitig spiegelt der Fokus auf alkoholfreie Produkte den Wandel im Konsumverhalten wider. Mit der anstehenden Weltmeisterschaft positioniert sich das Unternehmen, um sich an einen veränderten Markt anzupassen – und knüpft dabei an die traditionelle Verbindung zum deutschen Fußball an.






