22 April 2026, 06:37

Bundesregierung verschärft Regeln für medizinisches Cannabis – was Patienten jetzt wissen müssen

Plakat mit Text, der die jährlichen Ausgaben der USA für den Einsatz von Marihuana-Gesetzen von 3,613,969,972 USD angibt, illustriert durch einen Mülltonnenberg mit Geldscheinen.

Bundesregierung verschärft Regeln für medizinisches Cannabis – was Patienten jetzt wissen müssen

Die deutsche Bundesregierung plant strengere Kontrollen für medizinisches Cannabis. Ein neuer Gesetzentwurf sieht ein Verbot von Online-Rezepten und Versandhandel mit dem Wirkstoff vor. Behörden begründen den Schritt mit der Notwendigkeit, die Patientensicherheit zu gewährleisten und Missbrauch zu verhindern.

Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Professor Dr. Hendrik Streeck, äußert Bedenken gegenüber dem aktuellen System. Er warnt, dass Cannabis derzeit auf Weise verschrieben und verteilt werde, die das Risiko falscher Dosierungen und unkontrollierter Importe berge. Zwar erkennt er den Nutzen bei der Schmerztherapie an, besteht jedoch auf persönliche Arzttermine und strukturierte Behandlungspläne.

Ziel des geplanten Gesetzes ist es, medizinische Entscheidungen unter strenge Aufsicht zu stellen. Über 100.000 Patientinnen und Patienten sind derzeit auf Cannabis zur Linderung ihrer Beschwerden angewiesen, viele berichten von einer verbesserten Lebensqualität innerhalb von sechs Monaten. Dennoch betont Streeck, dass es in der Debatte nicht um eine Legalisierung gehe, sondern um die Einhaltung medizinischer Standards.

Der Pharmakonzern Stada unterstützt das Verbot von Versandlieferungen. Frank Staud, Executive Vice President von Stada, argumentiert, dass klare Regeln notwendig seien, um Missbrauch im Online-Handel zu unterbinden. Gleichzeitig erweitert der Telemedizin-Anbieter CanDoc weiterhin sein Angebot und ermöglicht Video-Sprechstunden für Cannabis-Rezepte.

Streeck räumt auch ein, dass der Freizeitkonsum von Cannabis in Deutschland Realität sei. Er fordert transparente Regeln und legale Vertriebskanäle, um die Verfügbarkeit zu regulieren.

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Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde die Überwachung von medizinischem Cannabis verschärft. Patientinnen und Patienten hätten weiterhin Zugang zum Wirkstoff – allerdings nur über persönliche Konsultationen und kontrollierte Abgabe. Die Regierung betont, dass diese Maßnahmen notwendig seien, um Behandlungsbedürfnisse und Sicherheitsaspekte in Einklang zu bringen.

Quelle