Bundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutz-Debatte
Carolina LangeBundeswehr plant mehr Tierversuche für militärische Forschung trotz Tierschutz-Debatte
Das deutsche Verteidigungsministerium hat angekündigt, dass in den kommenden Jahren mit einem Anstieg von Tierversuchen für militärische Forschungszwecke zu rechnen ist. Dies folgt auf einen jüngeren Rückgang solcher Tests, doch veränderte Sicherheitslagen und die Aufrüstung der Streitkräfte werden den Trend umkehren.
Tierversuche sind seit Langem Bestandteil der Forschungsarbeit der Bundeswehr. Sie dienen dem Schutz und der medizinischen Versorgung von Soldaten. Das Ministerium betont, dass alle Versuche den Tierschutzbestimmungen entsprechen.
Der erwartete Anstieg geht auf veränderte Bedrohungseinschätzungen und den Ausbau militärischer Fähigkeiten zurück. Auch laufende Forschungsprojekte werden zu den höheren Zahlen beitragen. Konkrete Angaben macht das Ministerium jedoch nicht – mit Verweis auf den Bezug zu sensiblen Rüstungsvorhaben.
Beamte argumentieren, dass reine Zahlen ohne Kontext wenig Aussagekraft hätten. Sie weisen darauf hin, dass die Statistiken weder über die verwendeten Tierarten noch über den Zweck der einzelnen Experimente Auskunft geben. Die Forschungsaktivitäten werden jedoch dem Parlament berichtet.
Die Zahl der Tierversuche für militärische Zwecke war in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Doch angesichts der aktuellen Sicherheitslage und der Aufrüstung der Streitkräfte ist künftig wieder mit einem Anstieg zu rechnen. Das Ministerium hält die Tests weiterhin für unverzichtbar – als Teil der Verteidigungsforschung.
