17 June 2026, 17:37

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe der AfD-Nähe in Sachsen-Anhalt

CDU-Fraktionsvorsitzender Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen Vorwürfe der AfD-Nähe in Sachsen-Anhalt

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete die Anschuldigungen als unbegründet und irreführend. Zudem kritisierte Heuer die öffentliche Aufmerksamkeit für den Vorfall und nannte sie eine Ablenkung von zentralen politischen Themen.

Heuer betonte, die CDU müsse sich inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen, dabei aber die parlamentarischen Spielregeln einhalten. Zwar stufte er die AfD als rechtsextreme Partei ein, räumte jedoch ein, dass sie demokratisch gewählt worden sei – eine „Zwickmühle“, wie er die Situation nannte.

Jegliche Andeutungen einer unangemessenen Nähe zu Siegmund wies er zurück. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hätten seiner Aussage nach einen „völlig falschen Eindruck“ erweckt. Kritiker, so Heuer, würden die Sache „künstlich aufblähen“, um eine besondere Verbindung zwischen ihnen zu suggerieren.

Der CDU-Politiker erklärte, die Herkunft parlamentarischer Unterstützung sei zweitrangig, solange die Inhalte selbst überzeugend seien. Er begrüßte die Zustimmung aller Fraktionen im Landtag zu Positionen der CDU. Zwar räumte er ein, dass die Situation missverstanden werden könne, bestritt jedoch jedes Fehlverhalten.

Heuer unterstrich die Notwendigkeit, sich auf drängende Probleme wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel zu konzentrieren. Seine Partei müsse die AfD inhaltlich herausfordern, ohne demokratische Prozesse infrage zu stellen. Die Debatte über die angebliche Kooperation hält die politische Landschaft Sachsen-Anhalts weiterhin in Atem.

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