Chaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Händler fordern mehr Kontrolle gegen Verkehrsrowdys
Carolina LangeChaos in Wolfenbüttels Fußgängerzone: Händler fordern mehr Kontrolle gegen Verkehrsrowdys
Verstöße in Wolfenbüttels Fußgängerzone sorgen für Unmut bei Händlern
Die zunehmenden Verkehrsverstöße in der Fußgängerzone von Wolfenbüttel bereiten den örtlichen Geschäften Sorgen. Die Wirtschaftsinitiative Wirtschaft Wolfenbüttel e.V. (IWW) wies in einer aktuellen Pressemitteilung auf die wachsenden Gefahren für Fußgänger hin – verursacht durch Radfahrer, E-Scooter-Nutzer und Lieferfahrzeuge, die die geltenden Beschränkungen missachten.
Die IWW forderte die Stadtverwaltung und die Polizei auf, das Problem anzugehen. Zu den Vorschlägen gehörten eine Aufklärungskampagne sowie eine konsequentere Ahndung von Verkehrsverstößen. Ziel des Appells ist es, die steigende Zahl der Regelverletzungen in dem Bereich einzudämmen.
Als Reaktion kündigte das Polizei-Kommissariat Wolfenbüttel an, die Streifen in der Fußgängerzone zu verstärken. Die zusätzlichen Kontrollen sollen bereits in der kommenden Woche beginnen. Die Stadt Wolfenbüttel unterstützte zwar die Bemühungen der Polizei, die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, machte jedoch deutlich, dass sie selbst keine Verkehrsregeln durchsetzen werde – sowohl aus Zuständigkeitsgründen als auch wegen begrenzter personeller Ressourcen.
Gleichzeitig arbeitet die Stadt daran, die Lieferzeiten mit den erlaubten Fahrradfahrzeiten abzustimmen. Die zuständigen Stellen bereiten derzeit die notwendigen verkehrsrechtlichen Anpassungen vor, um das Problem weiter einzudämmen. Eine engere Zusammenarbeit mit der Polizei oder dem Landkreis sei jedoch nicht erforderlich, da die Thematik bereits in der Arbeitsgruppe Öffentliche Sicherheit behandelt werde.
Die Polizei wird in Kürze die verstärkten Kontrollen aufnehmen. Die Stadt passt unterdessen weiterhin die Verkehrsregelungen an, um die Situation in der Fußgängerzone besser zu steuern. Die Behörden setzen dabei auf die bestehende Abstimmung statt auf neue Kooperationen, um die Herausforderung zu bewältigen.
