Cybersicherheit: Warum kleine Unternehmen jetzt handeln müssen – und wie ein Rechner hilft
Carolina LangeCybersicherheit: Warum kleine Unternehmen jetzt handeln müssen – und wie ein Rechner hilft
Kleine Unternehmen in Deutschland sehen sich wachsenden Herausforderungen in der Cybersicherheit gegenüber. Die meisten verfügen über kein eigenes Sicherheitspersonal, doch viele mussten im vergangenen Jahr kostspielige Sicherheitsverletzungen hinnehmen. Ein neues Tool hilft ihnen nun, die Kosten für die Einstellung eines Chief Information Security Officers (CISO) gegen alternative Lösungen abzuwägen.
Über 90 Prozent der deutschen Unternehmen sind kleine und mittlere Betriebe. Kaum eines beschäftigt einen hauptamtlichen Sicherheitsbeauftragten. Vier von fünf dieser Firmen erlitten in den letzten zwölf Monaten einen Sicherheits- oder Datenvorfall.
Die finanziellen Folgen sind beträchtlich: Mehr als 75 Prozent der betroffenen Kleinbetriebe verzeichneten Kosten von mindestens 250.000 US-Dollar pro Vorfall. Die Anstellung eines dedizierten CISO schlägt in der Regel mit 250.000 bis 400.000 US-Dollar pro Jahr zu Buche.
Deutschland gibt 9,5 Prozent seines IT-Budgets für Cybersicherheit aus – deutlich weniger als Indien mit 24 Prozent. Um Unternehmen bei der Vergleichsentscheidung zu unterstützen, hat die Woodlands Advisory GmbH einen Rechner entwickelt. Dieser schätzt die Kosten für einen internen CISO im Vergleich zu einem virtuellen CISO (vCISO) anhand von Unternehmensgröße, Umsatz und benötigten Stunden ab.
Das vCISO-Modell bietet Zugang zu hochqualifiziertem Fachwissen zu geringeren Kosten: Die Spanne liegt hier zwischen 40.000 und 120.000 US-Dollar pro Jahr.
Der Rechner ermöglicht es kleinen Unternehmen, ihre Sicherheitsausgaben besser einzuschätzen. Er verdeutlicht die Differenz zwischen den Kosten für interne und virtuelle Sicherheitsverantwortliche. Unternehmen können so fundiertere Entscheidungen für ihre Cybersicherheitsstrategien treffen.
