17 June 2026, 18:35

Deutsche Politiker warnen vor staatlicher Kontrolle und Abhängigkeit bei KI-Technologien

Sicherheitsexperten warnen vor Abhängigkeit von US-KI

Deutsche Politiker warnen vor staatlicher Kontrolle und Abhängigkeit bei KI-Technologien

Deutsche Politiker haben Bedenken hinsichtlich der Risiken fortschrittlicher KI-Modelle und deren mögliche Kontrolle durch Staaten geäußert. Die Debatte rückt Ängste vor strategischer Abhängigkeit und Sicherheitslücken in den Vordergrund, die mit ausländischen KI-Technologien verbunden sind.

Johannes Schätzl, der digitalpolitische Sprecher der SPD, bezeichnete fortschrittliche KI als eine strategische Schlüsseltechnologie. Er warnte, dass eine staatliche Kontrolle über solche Systeme ein erhebliches Risiko darstellen könnte. Um dem zu begegnen, forderte er eine Stärkung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der Forschungsinstitutionen. Diese sollten KI-Systeme eigenständig bewerten und mögliche Bedrohungen identifizieren.

Marc Henrichmann von der CDU teilte diese Sorgen. Er mahnte, dass Europas Abhängigkeit von US-amerikanischen KI-Tools im Sicherheitsbereich eine gefährliche Abhängigkeit schaffen könnte. Dies berge wiederum die Gefahr von Erpressung oder politischem Druck für den Kontinent.

Konstantin von Notz, Abgeordneter der Grünen, kritisierte die jüngsten US-Beschränkungen für KI-Modelle als „äußerst kurzsichtig“. Zudem warnte er vor umfassenderen globalen IT-Sicherheitsrisiken und einem möglichen Nachfragerückgang bei Produkten US-amerikanischer Anbieter.

Die Diskussionen unterstreichen die Notwendigkeit einer größeren europäischen Autonomie in der KI-Entwicklung und -Sicherheit. Politiker setzen sich für eine stärkere nationale Aufsicht ein, um die Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu verringern. Im Mittelpunkt steht dabei, Risiken zu minimieren und gleichzeitig technologische Unabhängigkeit zu wahren.

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