10 May 2026, 22:20

DGB-Kongress in Berlin: Scharfe Kritik an Regierungsreformen und sozialer Ungerechtigkeit

Große Menschenmenge vor einem Gebäude protestierend, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Pfahl und einem Schild im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund.

DGB-Kongress in Berlin: Scharfe Kritik an Regierungsreformen und sozialer Ungerechtigkeit

Deutschlands größter Gewerkschaftsbund, der DGB, trifft sich an diesem Sonntag in Berlin zu seinem Bundeskongress. Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem die Organisation scharfe Kritik an jüngsten Regierungsreformen und der Wirtschaftspolitik übt. Die Führungspersönlichkeiten argumentieren, dass Arbeitnehmer:innen unzumutbare Lasten tragen müssten, während sich Unternehmen ihrer Verantwortung entzögen.

Der DGB hat Vorschläge von CDU/CSU und SPD scharf verurteilt und warnt, dass zentrale Arbeitnehmerschutzrechte in Gefahr seien. In einem Entwurf für die Kongressresolution werden Befürchtungen geäußert, dass Pläne zur Abschaffung des Acht-Stunden-Tags, zur Streichung gesetzlicher Feiertage sowie zur Schwächung des Kündigungsschutzes und der Rechte von Teilzeitbeschäftigten vorangetrieben werden.

Der Gewerkschaftsbund lehnt zudem Kürzungen bei der gesetzlichen Rente sowie weitere Anhebungen des Renteneintrittsalters ab. Die Führungskräfte betonen, dass Arbeitnehmer:innen nicht durch private Vorsorgemodelle noch stärker finanziell belastet werden dürften, während Unternehmen immer weniger beitrügen.

Im Gesundheitsbereich warnt der DGB, dass die Reformen die Kosten zu stark auf die Versicherten abwälzten. Besonders kritisiert wird der geplante Ansatz einer teilweisen Krankschreibung, der seiner Meinung nach noch mehr Beschäftigte dazu drängen werde, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen. Die Resolution bewertet zudem Einmalmaßnahmen wie den 1.000-Euro-Bonus und den Spritpreisrabatt als wirkungslos, da sie keine breite Unterstützung fänden.

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In dem Dokument wird der Bundesregierung vorgeworfen, durch interne Streitigkeiten handlungsunfähig zu sein. Die Gewerkschaftsführer:innen unterstreichen, dass die aktuelle Politik die soziale Ungleichheit vertiefe und die Hauptlast der wirtschaftlichen Belastungen auf die Arbeitnehmer:innen abwälze.

Der DGB-Kongress beginnt vor dem Hintergrund wachsender Spannungen um Arbeitsrechte und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Die klare Haltung des Bundes signalisiert Widerstand gegen Reformen, die aus seiner Sicht Arbeitnehmer:innen einseitig benachteiligen. Ab diesem Wochenende werden die Delegierten in Berlin über diese Themen debattieren.

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