Dobrindt entwarnt vor WM: "Keine akute Gefahr für Fanmeilen"
Bundesinnenminister Dobrindt zu Sicherheitsfragen vor der Fußball-WM: „Keine akute Gefahr für Fanmeilen“
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat sich vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft zu den aktuellen Sicherheitsbedenken geäußert. Zwar bleibe Deutschland wachsam, doch betonte er, dass vonseiten des Iran derzeit keine konkrete Gefahr für Großveranstaltungen wie Public-Viewing-Zonen ausgehe. Gleichzeitig führen verschärfte Grenzkontrollen zu tausenden Festnahmen und Abschiebungen.
Dobrindt bestätigte, dass die Bundesregierung die Entwicklungen im Iran sowie mögliche Risiken durch extremistische Gruppen genau beobachte. Trotz der angespannten Lage sehe man jedoch „keine unmittelbare Bedrohung“ für Massenevents wie Fanmeilen oder das Oktoberfest. Die verstärkten Grenzkontrollen hätten bereits über 35.000 Menschen an der Einreise gehindert, fast 9.000 davon seien aufgrund von Haftbefehlen festgenommen worden. Zudem seien mehr als 1.400 Schleuser gefasst worden.
Mit Blick auf den Fußball rief der Minister die deutsche Nationalmannschaft dazu auf, sich auf ihre sportliche Leistung zu konzentrieren – und nicht auf politische Themen. Er zeigte sich überzeugt, dass das Team das Finale erreichen könne. Ein starker Auftritt bei der WM, so Dobrindt, würde die Stimmung im Land mehr heben als ein frühes Ausscheiden. Ob das Turnier jedoch nachhaltig die allgemeine Stimmungslage in Deutschland verändern werde, ließ er offen.
Die Bundesregierung hält weiterhin an strengen Grenzkontrollen als Vorsichtsmaßnahme fest. Der Schutz von Großveranstaltungen bleibe Priorität, eine akute Gefährdungslage bestehe derzeit nicht. Die Nationalelf, so Dobrindts Appell, solle ihren Fokus klar auf den Platz richten.






