20 June 2026, 14:14

Dreieinhalb Jahre Haft für Fälscher von über 6.000 COVID-Impfpässen

Geheimes Name Biobratwurst

Dreieinhalb Jahre Haft für Fälscher von über 6.000 COVID-Impfpässen

Zwei Männer sind jeweils zu etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft haben. Das Gericht sprach sie der Beihilfe zur Urkundenfälschung sowie der Steuerhinterziehung schuldig. Ihr Betrugssystem umfasste die Herstellung und den Verkauf Tausender gefälschter Dokumente.

Die Angeklagten betrieben ihre Fälscherwerkstatt im Keller eines Restaurants, das ihnen gehörte. Das Lokal befand sich auf dem Gelände einer ehemaligen Militärkaserne. Bei einer späteren Razzia entdeckte die Polizei im Arbeitsraum fast tausend leere gelbe Impfheftchen, gefälschte Stempel sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe.

Die Männer gestanden, 8.000 leere Impfpässe erworben und mindestens 6.000 davon mit falschen Eintragungen ausgefüllt zu haben. Jedes gefälschte Heft verkauften sie für 50 Euro. Zudem setzten sie etwa 400 gefälschte Impfzertifikate zu je 20 Euro ab. Trotz ihrer Bemühungen füllten jedoch nur rund 3.200 Käufer die Fälschungen durch das Eintragen ihrer persönlichen Daten vollständig aus.

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Laut Gericht belief sich ihr Gesamtgewinn aus den Verkäufen auf 285.400 Euro. Die verhängten Strafen fielen etwas milder aus als die von der Staatsanwaltschaft geforderten vierjährigen Haftstrafen.

Die Männer müssen nun jeweils etwa dreieinhalb Jahre ins Gefängnis – wegen ihrer Rolle in dem Betrugssystem. Die Verurteilung umfasst sowohl Urkundenfälschung als auch Steuerhinterziehung. Der Fall zeigt das Ausmaß ihrer Machenschaften und die finanziellen Gewinne, die sie durch den Verkauf gefälschter Dokumente erzielten.

Quelle