18 June 2026, 02:19

Einigung bei Familienlastenausgleich: Arbeitgeberbeiträge sinken ab 2028

Bund und Länder einigen sich: 'Weg für die Senkung der Arbeitskosten ist klar'

Einigung bei Familienlastenausgleich: Arbeitgeberbeiträge sinken ab 2028

Bund und Länder haben sich auf einen Plan geeinigt, die Arbeitgeberbeiträge zum Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ab 2028 um einen Prozentpunkt zu senken. Die Einigung folgt wochenlangen Verhandlungen über eine Finanzierungslücke von 600 Millionen Euro im Fonds. Finanzbeamte haben nun bestätigt, wie das Defizit gedeckt werden soll.

Die Staatssekretärin im Finanzressort, Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), gab bekannt, dass die 600-Millionen-Lücke im FLAF geschlossen worden sei. Die Bundesländer werden ein Drittel des Fehlbetrags – also 200 Millionen Euro – übernehmen. Ihre Beteiligung ist jedoch nur vorübergehend und läuft bis 2028, bevor im Rahmen der nächsten Finanzausgleichsverhandlungen 2029 eine dauerhafte Lösung gefunden werden soll.

Die Bundesregierung hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Senkung der Lohnnebenkosten durch eine Anpassung der Länderanteile an den Steuereinnahmen zu finanzieren. Dieser Vorschlag stieß jedoch auf massiven Widerstand, was schließlich zu einem Kompromiss führte. Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) bestätigte, dass sich nun sowohl die Länder als auch die Gemeinden an der Finanzierung des FLAF beteiligen werden.

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Das endgültige Paket umfasst zudem Mittel aus dem EU-Aufbaufonds NextGenerationEU, eine Forderung, die die Länder vehement vertreten hatten. Anton Mattle (ÖVP), Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, begrüßte die Einigung, gab jedoch keine weiteren Details zu den genauen Bedingungen bekannt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Arbeitgeberbeiträge zum FLAF ab 2028 sinken. Die Länder werden 200 Millionen Euro der 600-Millionen-Lücke tragen, der Rest wird aus anderen Quellen gedeckt. Die Regelung läuft 2028 aus, während ab dem folgenden Jahr Verhandlungen über eine langfristige Lösung beginnen sollen.

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