25 June 2026, 02:19

FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger attackiert Hagen für Junge Freiheit-Interview

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FDP-Streit eskaliert: Leutheusser-Schnarrenberger attackiert Hagen für Junge Freiheit-Interview

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat den FDP-Abgeordneten Martin Hagen dafür kritisiert, der rechtsextremen Zeitschrift Junge Freiheit ein Interview gegeben zu haben. Sie argumentiert, dass der Austausch mit dem Blatt die Gefahr berge, die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) zu normalisieren. Die Debatte hat innerhalb der Partei eine breitere Diskussion über den Umgang mit Medien und politische Grenzen ausgelöst.

Leutheusser-Schnarrenberger, eine prominente Vertreterin des linksliberalen FDP-Flügels, warnte davor, der AfD durch solche Gespräche Legitimität zu verleihen. Die Partei bezeichnete sie als von ethnonationalistischen und antiwestlichen Ideologen dominiert und schloss jede Zusammenarbeit mit ihr aus.

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Martin Hagen verteidigte seine Entscheidung, mit der Jungen Freiheit zu sprechen. Er bestritt, dass das Blatt unseriös oder verfassungsfeindlich sei. Zudem beklagte Hagen einen generellen Verfall der gesellschaftlichen Debattenkultur und behauptete, die Menschen hätten – besonders während der Amtszeit von Angela Merkel – verlernt, sachlich zu streiten.

Sabine Döring zog sich unterdessen von einer FDP-veranstalteten Podiumsdiskussion zurück und begründete dies mit Vorbehalten gegen die Wahl des Forums. Susanne Seehofer hingegen lobte Hagens Interview und betonte die Bedeutung eines Dialogs jenseits politischer Echokammern. Das Magazin Der Spiegel positionierte sich ebenfalls und urteilte, ein Interview mit der Jungen Freiheit verletze eine journalistische Brandmauer.

Der Streit offenbart die Spannungen innerhalb der FDP über Medienstrategie und politische Ausrichtung. Hagens Interview stößt sowohl auf Zustimmung als auch auf scharfe Kritik – Gegner warnen vor einer schleichenden Normalisierung des Rechtsextremismus. Nun steht die Partei vor der Frage, wie sie Meinungsfreiheit mit ethischen Grenzen in Einklang bringen kann.

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