Freiburger Easy Apothecary-Filialen melden überraschend Insolvenz an – was kommt jetzt?
Marijan MangoldFreiburger Easy Apothecary-Filialen melden überraschend Insolvenz an – was kommt jetzt?
Markus Vivell, ein 53-jähriger Apotheker, hat für seine beiden Easy Apothecary-Filialen in Freiburg Insolvenz angemeldet. Trotz eines Jahresumsatzes von jeweils sieben bis acht Millionen Euro pro Standort steht das Unternehmen nun vor der Schließung. Vivell nannte "Altlasten" als Hauptgrund – Schulden, die seinen Angaben zufolge deutlich über 100.000 Euro liegen.
Beide Easy Apothecary-Apotheken stellten am 19. November ihren Betrieb ein. Die überraschende Schließung ließ Kunden ohne Zugang zu den gewohnten Dienstleistungen zurück. Vivell äußerte tiefe Enttäuschung darüber, dass er den Betrieb einstellen musste, den er jahrelang geführt hatte.
Derzeit laufen Gespräche, um mögliche Lösungen zu finden. Vivell arbeitet mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammen, um die Zukunft der Standorte zu klären. Auch die Easy Apothecary-Zentrale in Düsseldorf unterstützt in dieser Phase mit Beratung.
Verhandlungen mit großen Pharma-Großhändlern wie Sanacorp, Phoenix und Alliance Healthcare haben bereits begonnen. Ziel ist es, einen Weg zu finden, die Apotheken unter einer stabileren finanziellen Struktur wiederzueröffnen. Vivell bleibt entschlossen, die Marke Easy Apothecary zu erhalten, und sucht nach einer langfristig tragfähigen Lösung.
Das Insolvenzverfahren läuft weiter, während Vivell nach einem Ausweg sucht. Bei Erfolg könnten die Apotheken mit neuer finanzieller Unterstützung wiedereröffnen. Bis dahin bleiben die beiden Freiburger Standorte vorerst geschlossen, während die Gespräche fortgesetzt werden.






