Gefangener flieht aus niedersächsischem Gefängnis und wird in Italien gefasst
Darko CarstenGefangener flieht aus niedersächsischem Gefängnis und wird in Italien gefasst
Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, Benjamin F., entkam während eines begleiteten Ausgangs aus dem Gefängnis Celle in Peine. Später wurde er nach einem Verkehrsunfall in Italien gefasst. Der Vorfall hat bei lokalen Politikern Besorgnis ausgelöst.
Benjamin F. verbüßte eine lebenslange Freiheitsstrafe, hatte jedoch bereits 38 begleitete Ausgänge genehmigt bekommen, bevor ihm die Flucht gelang. Nach dem Niedersächsischen Justizvollzugsgesetz können Haftlinge mit lebenslangen Strafen nach zehn Jahren Inhaftierung Ausgänge beantragen. Für unbeaufsichtigte Aktivitäten oder kurzfristige Beurlaubungen beträgt die Wartezeit acht Jahre.
Die Genehmigung eines solchen Ausgangs hängt von einer Verhaltensbewertung durch die Justizvollzugsanstalt ab. Während seiner Flucht besuchte Benjamin F. zunächst seine Mutter in Vöhrum, bevor er mit einem Motorrad floh. Später wurde er nach einem Unfall in Italien festgenommen.
Die CDU-Landtagsfraktion in Niedersachsen kritisierte die Umstände der Flucht scharf. Benjamin F. befindet sich mittlerweile wieder in Haft. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die bestehenden gesetzlichen Regelungen für die Gewährung von Lockerungen bei langjährig Inhaftierten in der Region.
