11 June 2026, 12:18

Grüne fordern Aufklärung über christliche Fundamentalisten mit rechtsextremen Verbindungen

"Totalitarismus-Tendenzen": Konservative Christen verteidigen sich gegen Grünen-Anfrage

Grüne fordern Aufklärung über christliche Fundamentalisten mit rechtsextremen Verbindungen

Die Grünen in Deutschland haben eine offizielle Kleine Anfrage im Bundestag eingereicht, um mutmaßliche Verbindungen zwischen christlich-fundamentalistischen Gruppen und rechtsextremen Kreisen zu untersuchen. Der Schritt folgt auf zunehmende Medienberichte über Personen und Organisationen, denen vorgeworfen wird, unter christlichem Deckmantel antidemokratische, rassistische oder antisemitische Ansichten zu verbreiten.

Die Kleine Anfrage umfasst 27 Fragen an die Bundesregierung. Darin geht es um Details zu Größe, Struktur und potenzieller Gefahr der Netzwerke christlicher Fundamentalisten mit extremistischen Bezügen. Die Grünen fordern zudem Aufklärung über Verbindungen dieser Gruppen zu rechtsextremen Akteuren, Parteien wie der AfD oder Online-Influencern.

In der Anfrage werden mehrere Personen und Organisationen namentlich genannt, die unter Beobachtung stehen. Dazu zählt eine Sekte aus Pforzheim, die bereits vom Verfassungsschutz überwacht wird, sowie bekannte konservative Freikirchenvertreter wie Leonard Jäger und Tobias Riemenschneider. Medienberichte, darunter Dokumentationen von ARD und ZDF, hatten konservative Christen zuvor kritisch dargestellt und die Debatte angeheizt.

Sowohl Jäger als auch Riemenschneider haben auf die Anfrage reagiert. Jäger wirft den Grünen vor, mit den Fragen christlich-konservative Positionen gezielt diskreditieren zu wollen, und fordert stattdessen eine offene Debatte. Riemenschneider argumentiert, die Untersuchung berge die Gefahr, lang etablierte christliche Überzeugungen zu stigmatisieren und zu kriminalisieren.

Die Grünen schlagen zudem politische Maßnahmen vor, um digitale Inhalte mit christlich motiviertem Extremismus zu löschen. Ihre Anfrage unterstreicht die Sorge vor der Verbreitung anti-LSBTIQ+, antifeministischer und antidemokratischer Ideen in diesen Milieus.

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Die Bundesregierung muss nun Stellung zu den Fragen der Grünen nehmen – insbesondere zur Reichweite und Gefährlichkeit dieser Netzwerke. Die Anfrage erhöht den Druck auf mehr Transparenz, wie solche Gruppen agieren und mit rechtsextremen Strömungen vernetzt sind. Die Antworten könnten künftige Entscheidungen zur Regulierung digitaler Inhalte und zur Extremismusbekämpfung beeinflussen.

Quelle