Hannovers Hauptbahnhof droht Stillstand – Ausbaupläne scheitern an fehlenden Millionen
Darko CarstenHannovers Hauptbahnhof droht Stillstand – Ausbaupläne scheitern an fehlenden Millionen
Hannovers Hauptbahnhof ist einer der verkehrsreichsten Knotenpunkte Norddeutschlands. Täglich nutzen ihn mehr als 260.000 Fahrgäste, und rund 750 Züge passieren den Bahnhof. Zudem ist er ein entscheidender Engpass für den Schienenverkehr in der gesamten Region.
Im März präsentierte die Deutsche Bahn Pläne für einen Ausbau des Bahnhofs. Vorgesehen sind zwei neue Gleise mit den Nummern 15 und 16 sowie ein zusätzlicher Bahnsteig. Die Maßnahme gilt als unverzichtbar, um die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Hannoveraner S-Bahn-Netz zu verbessern.
Doch in den jüngsten Gesprächen zwischen der Bundesregierung und DB InfraGO kam kein Eisenbahnprojekt voran. Die Finanzierung der zusätzlichen Gleise und des Bahnsteigs bleibt weiterhin ungeklärt. Das Bundesverkehrsministerium drängt nun in den Haushaltsverhandlungen auf mehr Mittel für Neu- und Ausbauvorhaben.
Die Kritik an der ausbleibenden Umsetzung wächst. Das Bündnis Pro Schiene verurteilte die fehlenden Mittel für die Bahnmodernisierung. Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Swantje Michaelsen, warf der Bundesregierung vor, die Ausbaupläne für den Hauptbahnhof zu blockieren.
Ohne die notwendigen Finanzmittel kann der Ausbau von Hannovers Hauptbahnhof nicht beginnen. Damit drohen Verzögerungen bei einem Projekt, das für das regionale Schienennetz von zentraler Bedeutung ist. Regierung und Verkehrsbehörden müssen die Haushaltsfrage nun zügig lösen, um voranzukommen.






